Bundesmodellvorhaben „Altersgerecht Umbauen“
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Bundesmodellvorhaben "Altersgerecht Umbauen"


Bis zum Jahr 2032 wird der Anteil der 60- bis 79-Jährigen in Bensheim um bis zu 38 Prozent und der Anteil der über 80-Jährigen um bis zu 56 Prozent ansteigen (vgl. Demographie- Bericht und Atlas 01_2009).

Auf diese Bevölkerungsentwicklung möchte die Stadt Bensheim sich, aber auch ihre Bürgerinnen und Bürger frühzeitig vorbereiten und hat sich daher dem Bundesmodellvorhaben „Altersgerechter Umbau von Wohngebäuden und Wohnquartieren“, als einzige Modellstadt in Hessen, angeschlossen. Das Modellvorhaben wird im Rahmen des KfW-Programms „Altersgerecht Umbauen“ aus Mitteln des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gefördert und vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung betreut.

Das Bensheimer Modellvorhaben trägt den Titel „Die Chance ergreifen – Wohnen altersgerecht Gestalten“ und versteht sich als „Ein Modellvorhaben auf dem Weg zu mehr Lebensqualität aller Generationen in Bensheim“.
Das Modellvorhaben hat eine dreijährige Laufzeit und endet im Dezember 2012.

AKTUELL:
Nutzen Sie unser kostenloses Beratungsangebot zum altersgerechten und barrierefreien Umbau!
Ihr Ansprechpartner
 

Das Modellvorhaben

Die Chance ergreifen – Wohnen altersgerecht Umbauen
Ein Modellvorhaben zu mehr Lebensqualität aller Generationen in Bensheim:

Kostenloses Beratungsangebot zum altersgerechten und barrierefreien Umbau

Die Projektgebiete „Griesel“ und „Hemsberg“

Städtebauliche Bestandsanalyse und Befragung

Workshops zum Altersgerechten Umbau von Wohngebäuden und Wohnquartieren

Die Auftaktveranstaltung am 02.10.2010

Ziele des Modellprojekts

Projektpartner

Links

 

 
Kostenloses Beratungsangebot für alle Bensheimerinnen und Bensheimer!

Eine Studie besagt, dass 80% Prozent der Bevölkerung so lange wie möglich in der eigenen Wohnung selbstbestimmt leben möchte – aber nur etwa 2 % der Wohnungen altersgerecht sind. Dieser bereits vorhandene Bedarf wird sich in den kommenden Jahren verstärken, denn nicht nur in Bensheim wird sich die Anzahl der über 80-Jährigen (bis 2032) um mehr als die Hälfte (+56%) erhöhen.

Im Rahmen des Modellvorhabens bietet die Stadt Bensheim Ihnen ein kostenloses Beratungsangebot (sie nächster Absatz) zum altersgerechten Umbau an.
Hierbei sind alle Bensheimerinnen und Bensheimer angesprochen, die an einen Umbau des Hauses bzw. der Wohnung denken, gleich welchen Alters, Einkommens oder familiärer Situation. Im Sinne des Modellvorhabens, mehr Lebensqualität für alle Generationen zu schaffen, verstehen wir den „Altersgerechten Umbau“, mit dem Ziel der Barrierereduzierung, als „ALLENgerechter“ und nicht in erster Linie als „ALTENgerechter“ Umbau.

Von einer Barrierereduzierung und den Fördermitteln profitieren neben den Hochaltrigen auch die jungen Familien und diejenigen im mittleren Alter, die ihre jetzige Immobilie umgestalten möchten. Was zunächst eine Komfortsteigerung und Annehmlichkeit bedeutet, kann im hohen Alter entscheidend sein, ob ich meinen Wunsch verwirklichen kann, solange wie möglich selbstständig und mit Lebensqualität in meiner vertrauten Umgebung leben zu können. Dazu kommt, dass ich einen Umbau in jüngeren Jahren sehr viel leichter finanzieren und die Umbaumaßnahmen länger nutzen kann – vom Thema der Werterhaltung der Immobilie vor dem Hintergrund der älterwerdenden Gesellschaft ganz zu schweigen.
Neben diesen direkten „Profiteuren“ eines frühzeitigen Altersgerechten Umbaus, profitiert auch das soziale Umfeld, denn auch Großeltern, Eltern und Freunde können als Besucher auf Barrierefreiheit angewiesen sein.
 

Das Beratungsangebot

Das Beratungsangebot können Sie sowohl telefonisch, persönlich im Rathaus oder bei Ihnen zu Hause wahrnehmen. Die Beratung wird durch den Demographiebeauftragten der Stadt Bensheim und „Sachverständigen für Barrierefreies Planen und Bauen HTWG“, Markus Foltin durchgeführt. Sie erreichen ihn telefonisch unter 06251/ 14-295 oder per E-Mail unter altersgerechterumbau@bensheim.de.

Meist empfiehlt sich nach einem Vorgespräch die Besichtigung der betreffenden Immobilie.
Hierbei kann das Gebäude je nach Wunsch von der Straße bis in den Garten und vom Keller bis unter das Dach begangen und vor dem Hintergrund Ihrer Frage „kann ich in meinem Haus / in meiner Wohnung auch im Alter mit Lebensqualität wohnen“ betrachtet werden.
Hierbei schließt sich die Frage an, welche Umbaumaßnahmen möglich und sinnvoll sind und welche Alternativen bestehen.
Wichtiger Bestandteil der Beratung ist auch das Thema Fördermittel.

Neben dem Beratungsangebot durch den Demographiebeauftragten selbst, gibt es in Bensheim derzeit auch 19 „Mobile Wohnberaterinnen und Wohnberater“ aus unterschiedlichen Berufen, die im Rahmen der „Mobilen Wohnberatung“ ebenfalls Beratungsgespräche Vorort anbieten.

 

Die Projektgebiete „Griesel“ und „Hemsberg“

Das Modellvorhaben legt seinen Schwerpunkt in den Projektgebieten „Griesel“ und „Hemsberg“ (siehe pdf) und erstreckt sich insgesamt auf eine Fläche von ca. 35ha.
Der Bereich Griesel ist mit ehemaligen Hofstätten eher dicht bebaut, mit teils geschlossener Bauweise in überwiegend bewegtem Gelände.Der Bereich Hemsberg bzw. westlich der Heidelberger Straße ist mit Gebäuden aus den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts eher locker und heterogen bebaut. Die Gebäude weisen oft typische Mängel auf. Die Topographie ist überwiegend eben.

Projektgebiete "Grisel" und "Hemsberg"
 

Städtebauliche Bestandsanalyse und Befragung

Die Projektgebiete „Griesel“ und „Hemsberg“ wurden im Dezember 2011 bis Januar 2012 mittels einer städtebauliche Bestandsaufnahme näher betrachtet und analysiert. Da die Zukunftsfähigkeit der Wohnungsbestände u.a. auch mit einem altersgerechten Wohnumfeld, den Versorgungsmöglichkeiten, etc. in Zusammenhang steht und durch aktive Nachbarschaften unterstützt wird, wurden auch diese Aspekte thematisiert.
Parallel zur Bestandsaufnahme wurde eine schriftliche Befragung der Eigentümer und Bewohner in den Projektgebieten zum altersgerechten Wohnen, zu Wohnwünschen im Alter, zum Wohnungsbestand, zum Umbaubedarf, zur Umbaubereitschaft und zum Leben im Quartier mittels Fragebogen durchgeführt.
Die Ergebnisse finden Sie hier:
 

Städtebaulicher Bestandsaufnahme
 

Die Ergebnisse dienten als Basis für Workshops mit den Bewohnern und Eigentümern von Grundstücken im Gebiet.
 

 

Workshops
zum Altersgerechten Umbau von Wohngebäuden und Wohnquartieren


Vom 04. Mai bis 08. Juni 2011 waren neben den Eigentümern und Bewohnern der Projektgebiete auch die interessierte Öffentlichkeit dazu eingeladen, an insgesamt sechs Workshoptreffen zum Altersgerechten Umbau von Wohngebäuden und Wohnquartieren teilzunehmen.

Die Workshops fanden jeweils mittwochs ab 18:00 Uhr statt, die Teilnahme war kostenlos. Ziel war es die Teilnehmer über Umbaumöglichkeiten, Finanzierung und Quartiersentwicklung zu informieren und gemeinsam mit Ihnen Handlungsansätze zu entwickeln.

Zusammenfassung der Workshops
 

Im Folgenden finden Sie Informationen zu den einzelnen Workshops:


04. Mai 2011
Thema: Ergebnispräsentation der Bestandsaufnahme und Analyse
 

Ergebnispräsentation, Dokumentation des Workshops
 

11. Mai 2011 
Thema: Altergerechter Umbau von Bad, WC und Dusche ; Sicherheitssysteme

Dokumentation des Workshops
 

18. Mai 2011 
Thema: Altergerechter Umbau des Gebäudezugangs, Treppen und Liftsysteme
 

Dokumentation des Workshops
 

25. Mai 2011 
Thema: Finanzierung – Fördermöglichkeiten der KfW-Bankengruppe und Weiteres

Dokumentation des Workshops
 

01. Juni 2011 
Thema: Quartiersentwicklung Infrastruktur: Nahversorgung, ÖPNV, Parkplätze, Fußwege,…

Dokumentation des Workshops
 

08. Juni 2011 
Thema: Quartiersentwicklung: Baurecht, Erweiterungen, Nachverdichtung

Dokumentation des Workshops
 


Auftaktveranstaltung am 02. Oktober 2010

Der offizielle Projektstart fand mit der Auftaktveranstaltung am 02. Oktober 2010, im Kundenberatungszentrum der Sparkasse, in Bensheim statt. Die gezeigten Präsentationen finden Sie hier.
 

 

Ziele des Bensheimer Modellvorhabens

Mit dem Bensheimer Modellprojekt werden folgende Ziele verbunden:

- Die Bürgerschaft über die Chancen eines frühzeitigen Umbaus informieren
- Wissen bei Architekten, Planern, Handwerkern und andere Unternehmen stärken
- Wichtige Akteure in einem Netzwerk zusammenführen (Projektpartner)
- Wichtige Impulse für eine demographiefeste Stadtentwicklung geben
- Erkenntnisse über das Umbaupotential und die Umbaubereitschaft erhalten
- Altersgerechter Umbau mit energetischer Sanierung verbinden
- Schaffung von altersgerechtem Wohnraum und Wohnquartier zur Stärkung des Wohnstandorts Bensheim

 

Projektpartner

Insgesamt 16 Unternehmen, Institutionen, Sozialverbände und Privatpersonen unterstützen das Modellvorhaben als Projektpartner (siehe pdf-Datei) und tragen somit zum Gelingen des Modellvorhabens bei. Gerne können auch Sie uns als Projektpartner unterstützen.
Ansprechpartner

Projektpartner



Links

Steckbrief des Modellvorhabens (BBSR)

Altersgerecht Umbauen. Passgenaue Bausteine für Ihr Zuhause - Erläuterungen und Praxisbeispiele zum Förderprogramm (Hrsg.: BMVBS, Berlin 2010)

Altersgerecht umbauen - 20 Modellvorhaben (Hrsg.: BMVBS/BBSR, Berlin 2010)

Altersgerecht umbauen. Viel Komfort - wenig Barrieren (Faltblatt, Hrsg.: BMVBS)

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMBVS)

KfW-Bankengruppe

Mobile Wohnberatuing

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