Überblick Bensheim

Altersgerecht Wohnen & Leben

Bis zum Jahr 2032 wird der Anteil der 60- bis 79-Jährigen in Bensheim um bis zu 38 Prozent und der Anteil der über 80-Jährigen um bis zu 56 Prozent ansteigen.

Bundesmodellvorhaben "Altersgerechter Umbau von Wohngebäuden & Wohnquartieren"

Auf diese Bevölkerungsentwicklung möchte die Stadt Bensheim sich, aber auch ihre Bürgerinnen und Bürger frühzeitig vorbereiten und hat sich daher 2010 dem Bundesmodellvorhaben "Altersgerechter Umbau von Wohngebäuden und Wohnquartieren", als einzige Modellstadt Hessen, angeschlossen. Das Modellvorhaben wurde im Rahmen des KfW-Programms "Altersgerecht Umbauen" aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gefördert und vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung betreut.
Das Bensheimer Modellvorhaben mit dem Titel "Die Chance ergreifen - Wohnen altersgerecht Gestalten" ist als "ein Modellvorhaben auf dem Weg zu mehr Lebensqualität aller Generationen in Bensheim" zu verstehen.
Das Modellvorhaben hatte eine dreijährige Laufzeit und endete im Dezember 2012.
2013 wurde das Projekt mit dem ersten Platz beim Hessischen Demografie-Preis ausgezeichnet.

Kostenloses Beratungsangebot für alle Bensheimer

Eine Studie besagt, dass 80 % der Bevölkerung so lange wie möglich in der eigenen Wohnung selbstbestimmt leben möchte – aber nur etwa 2 % der Wohnungen altersgerecht sind. Dieser bereits vorhandene Bedarf wird sich in den kommenden Jahren verstärken, denn nicht nur in Bensheim wird sich die Anzahl der über 80-Jährigen (bis 2032) um mehr als die Hälfte (+56%) erhöhen.

Kostenloses Beratungsangebot

Im Rahmen des Modellvorhabens bietet die Stadt Bensheim in Zusammenarbeit mit den mobilen Wohnberater/Innen ein kostenloses Beratungsangebot zum altersgerechten Umbau an. Hierbei sind alle Bensheimer angesprochen, die an einen Umbau des Hauses bzw. der Wohnung denken.Von einer Barrierereduzierung und den Fördermitteln profitieren neben den Hochaltrigen auch die jungen Familien und diejenigen im mittleren Alter, die ihre jetzige Immobilie umgestalten möchten. Was zunächst eine Komfortsteigerung und Annehmlichkeit bedeutet, kann im hohen Alter entscheidend sein, ob ich meinen Wunsch verwirklichen kann, solange wie möglich selbstständig und mit Lebensqualität in meiner vertrauten Umgebung leben zu können. Dazu kommt, dass ich einen Umbau in jüngeren Jahren sehr viel leichter finanzieren und die Umbaumaßnahmen länger nutzen kann – vom Thema der Werterhaltung der Immobilie vor dem Hintergrund der älterwerdenden Gesellschaft ganz zu schweigen.

Neben diesen direkten „Profiteuren“ eines frühzeitigen Altersgerechten Umbaus, profitiert auch das soziale Umfeld, denn auch Großeltern, Eltern und Freunde können als Besucher auf Barrierefreiheit angewiesen sein.
Meist empfiehlt sich nach einem Vorgespräch die Besichtigung der betreffenden Immobilie.
Hierbei kann das Gebäude je nach Wunsch von der Straße bis in den Garten und vom Keller bis unter das Dach begangen und vor dem Hintergrund Ihrer Frage „kann ich in meinem Haus/in meiner Wohnung auch im Alter mit Lebensqualität wohnen“ betrachtet werden.
Hierbei schließt sich die Frage an, welche Umbaumaßnahmen möglich und sinnvoll sind und welche Alternativen bestehen.

Fördermittel

Wichtiger Bestandteil der Beratung ist auch das Thema Fördermittel und deren Beantragung.

Kostenlose Beratungsstellen

  • Seniorenberatung des Diakonischen Werks Bergstraße, Tel.: 06251/107234
  • Pflegestützpunkt des Kreises Bergstraße, Tel.: 06252-9598747.

 

 

Gemeinschaftliches und generationenübergreifendes Wohnen

Durch den demographischen Wandel und eine zunehmende Flexibilisierung von Wohn- und Arbeitsorten verliert die klassische Kernfamilie mehr und mehr an Bedeutung. Es bilden sich neue Formen von Familien, die zum Beispiel aus Nachbarn und Freunden bestehen. Diese neuen Familien übernehmen immer weitergehende Aufgaben der klassischen Familienstruktur. Um die Übernahme dieser Funktion für die „Wahlfamilie“ zu ermöglichen, werden vor allem im Alter auch andere Wohnformen als das Einfamilienhaus oder die Wohnung in einem eher anonymen Mehrfamilienhaus interessant. Eine andere Wohnform, die das Zusammenleben in einer selbst gewählten Gemeinschaft ermöglich ist das Gemeinschaftliche Wohnen. Hier wohnen Menschen zusammen, die sich generationenübergreifend gegenseitig unterstützen. Auf diese Weise wird die Möglichkeit geboten auch im Alter selbstständig und sozial eingebunden zu wohnen, werden Alternativen zu Heimen und Wohnanlagen des Betreuten Wohnens geboten und die Altersphase kann aktiv und gemeinsam mit anderen gestaltet werden.

Nähere Informationen zu Gemeinschaftlichem Wohnen erhalten Sie in der unterstehenden Datei. Es handelt sich hierbei um eine Publikation des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, die über Formen des Gemeinschaftlichen Wohnens informiert und Wege zur Realisierung anhand von Praxisbeispielen aufzeigt.

Kontakt

Stadtplanung und Demographie
Kirchbergstraße 18
64625 Bensheim

Telefon: 06251 14-0 Telefax: 06251 14-103

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