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Mythen des Energiesparens

Dichte Häuser haben nur Vorteile, keine unangenehme Zugerscheinung mehr an Händen und Füßen durch Undichtigkeiten und ebenfalls eine erhöhte Effizienz durch kontrollierte Lüftung. Unsere immer dichter werdenden Gebäude sollten bei einer Sanierung oder bei einem Neubau von Anfang an mit einer Lüftungsanlage versehen werden, diese gibt es als zentrale oder auch dezentrale (z.B. für die Sanierung) Lösungen. Und umso dichter ein Haus gebaut wird, desto besser funktioniert die Lüftungsanlage.
Diese Anlagen garantieren eine hohe Behaglichkeit durch permanentes Frischluftgefühl, denn Lüftungsanlagen garantieren einen Luftaustausch, den man mit einer Fensterlüftung nicht umsetzen kann! Und das im besten Fall mit bis zu 95% Wärmerückgewinnung!
Zusätzlich werden Stäube und Pollen aus der Frischluft gefiltert, also bestens auch für Allergiker geeignet.
Und wem es doch zu wenig Frischluft ist, kann auch die Fenster zusätzlich öffnen!

 

 

Doch, vor allem wenn ehrlich kalkuliert wird und von den Gesamtkosten für die energetische Vollsanierung die Instandhaltungsmaßnahmen (Maßnahmen die früher oder später ohnehin durchgeführt werden müssten, z.B. Fassade neu streichen oder Dach neu decken) abgezogen werden.
Es rechnet sich dank der Heizkostenersparnis!
Wer 1,- €uro in energetische Sanierung investiert, spart bei aktuellen Energiepreisen 1,12 €. Und wenn sich die Energiepreise weiter erhöhen sogar noch mehr!

Wände atmen nicht! Keine Wand hat eine Lunge! Entweder man spricht über Diffusion oder über Luftdurchlässigkeiten über Fugen und Ritzen.
Eine Dämmschicht erhöht die Oberflächentemperatur und unterbindet durch aufgebrachte Schichten den Luftaustausch. Richtig gedämmte Wände sind der beste Schutz gegen Feuchtigkeit und Schimmelbefall. Denn nur an kühlen Oberflächen kann Tauwasser ausfallen.
Treten dennoch Feuchteprobleme auf, muss mehr gelüftet werden. Mehrmals tägliches Stoßlüften ist Pflicht, egal ob mit oder ohne Wärmedämmung!

Eine Ausrede! Auch kleine Maßnahmen erhöhen die Effizienz: Raumtemperatur um ein Grad Celsius absenken und durchschnittlich 6% Energie sparen. Vorhänge und Möbelstücke nicht direkt an oder über Heizkörper hängen oder bauen. Kann bis zu 5% Energiesparen.
Undichte Fenster oder Türen. Neue Dichtungen kosten nur ein Paar €uro und können gegebenenfalls sogar selbst getauscht werden. Sind die Dichtungen hart, müssen sie in jedem Fall getauscht werden. Kann bis zu 15% Energiesparen.
Außenbeleuchtung (Einbruchschutz) mittels Strahler und Bewegungsmelder haben  500 - 1.000 Watt Leistung und können sich, je nach Schaltzeiten und Schaltzyklen, als richtige Stromfresser erweisen!
Die neue LED Technik bietet hier hohe einsparpotenziale (10-50 Watt Strahler) , die sich meist schon innerhalb von einem Jahr bezahlt gemacht haben.
Umwälzpumpen an der Heizungsanlage gegen Energieeffizienzklasse A Pumpen tauschen lassen.
Kann bis zu 10% Strom sparen. Mehr Info: www.sparpumpe.de.

Leider nicht immer! Zwar nutzen moderne Geräte die Energie besser, sind in der Regel aber größer und leistungsfähiger. Beispiel: Der alte Röhrenfernseher mit 90 cm Bildschirmdiagonale verbraucht 68 Watt je Betriebsstunde, der neue Flatscreen mit 107 cm Bildschirmdiagonale 224 Watt je Betriebsstunde.

Wenn Sie die Umwelt nicht unnötig strapazieren wollen, nehmen Sie ein Bad. Es sei denn, Sie duschen weniger als zehn Minuten. Bei allem, was drüber liegt, verschwenden Sie nämlich mehr Wasser als mit einer vollen Wanne. Noch besser natürlich, Sie erledigen das tägliche Waschritual in weniger als zehn Minuten. Oder aber Sie hüpfen zu zweit in die Wanne.

Solange kein Gerät geladen wird, verbraucht das Ladegerät keinen Strom - auch wenn es in der Steckdose steckt. Leider falsch. Denn sobald das Ladegerät ans Stromnetz angeschlossen ist, heizt es sich auf und verbraucht automatisch Energie. Und das ohne Nutzen.

 

 

Ohne Einschränkung kann dies nur bei Kühl- oder Gefriergeräten behauptet werden. Neue Geräte verbrauchen in diesem Bereich oft mehrere hundert Kilowattstunden im Jahr weniger.

 

 

Aber hier gilt, sobald ein Gerät älter als 10 Jahre ist, sollten keine grundlegenden Reparaturen vorgenommen werden, sondern hier lohnt ein neues Gerät.
Wer seine Wäsche im Trockner trocknet, sollte bei einer Neuanschaffung auf einen Kondenstrockner mit Wärmepumpentechnologie setzen. Diese Geräte sind mindestens 50% energieeffizienter.

Die Haushaltsgeräte, wie beispielsweise den TV, auszuschalten reicht nicht, um Strom zu sparen. Die Energie fließt nämlich - wenn auch nur in geringem Ausmaß - trotzdem. Die einzig sinnvolle Maßnahme ist es daher, das Kabel aus der Steckdose zu ziehen.

 

 

 

Energiesparlampen besser brennen lassen als permanent ein- und auszuschalten? Unsere Logik sagt uns schon, wie es wirklich ums Lichtsparen bestellt ist: Am wenigsten Strom verbraucht eine ausgeschaltete Lampe. Auch wenn das Ein- und Ausschalten kurzfristig ein bisschen mehr Kraft kostet.

 

 

 

 

Nur keinen Wäschetrockner verwenden, denn der ist der reinste Stromfresser? Schon, aber die Sache hat auch eine Kehrseite. Denn wer im Winter Wäsche aufhängt, wird mehr heizen müssen, um die Raumtemperatur konstant zu halten. Anderseits verbessert die feuchte Wäsche das trockene Raumklima.

Lieber schnell Teller und Co. per Hand abwaschen als den Geschirrspüler einschalten? Leider nein! Denn wer jedes Stück händisch spült, verbraucht alles in allem mehr Wasser, als wenn er den gut gefüllten Geschirrspüler anwirft.

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