Überblick Bensheim

Stadtgeschichte

Das Bensheimer Wappen

St. Georg ist seit dem Mittelalter der Stadt- und Kirchenpatron Bensheims. Auf dem nebenstehenden Wappen ist in Rot der goldbepanzerte heilige St. Georg auf einem weißen Pferd zu sehen, während er einen Drachen bekämpft.
Seit dem Mittelalter ist St. Georg der Stadt- und Kirchenpatron Bensheims.

Stadtgeschichte Bensheims

Bereits die Römer siedelten sich vor rund 2000 Jahren in Bensheim an. Im Jahre 765 n.Chr. wurde die Stadt im Lorscher Urkundenbuch erstmals urkundlich erwähnt. Acht Jahre später wurde Bensheim dem Kloster Lorsch unterstellt. 956 erhielt Bensheim das Marktrecht und damit begann eine lange Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, von dem sowohl Bensheim als auch das Kloster Lorsch profitierten. Vermutlich Mitte des 13. Jahrhundert wurden Bensheim die Stadtrechte verliehen. Im Jahre 1301 eroberte König Albrecht I. im Rheinischen Zollkrieg die Stadt und brannte sie nieder. Dem Krieg folgte ein allmählicher Wiederaufbau mit ständig wechselnden Obrigkeiten. Im Rahmen des Wiederaufbaus errichteten die Bensheimer stärkere Befestigungsanlagen, um bei künftigen Zwistigkeiten besser gerüstet zu sein. Der Mainzer Erzbischof Peter von Aspelt honorierte die Anstrengungen der Bensheimer, indem er ihnen 1320 die Stadtrechte bestätigte. 1461 wurde die Bergstraße einschließlich Bensheim durch den damaligen Mainzer Erzbischof für hunderttausend Goldgulden an den pfälzischen Kurfürsten verpfändet. Eine Einlösung des Pfandes erfolgte nie, und es dauerte bis zum Jahr 1650 bis die Stadt wieder offiziell an Kurmainz fiel. In der sogenannten "Bairischen Fehde" von 1504 hielt Bensheim dank seiner starken Befestigungsanlagen einer elftägigen Belagerung durch Landgraf Wilhelm II. von Hessen stand. Aus Stolz über die gewonnene Schlacht und zur Erinnerung ließen die Bürger ihre Siegesfreude in Stein meißeln. Die Tafel ist heute im Roten Turm eingemauert. Von den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges blieb auch Bensheim nicht verschont. Am 20. November 1644 wurde Bensheim von einer Allianz aus protestantischen Deutschen, Schweden und Franzosen eingenommen. Zwei Wochen später rückten die Bayern ein und metzelten in einem neuen Blutbad das gegnerische Korps nieder.

Der Legende nach soll die "Fraa vun Bensem" den Bayern einen geheimen Weg in die Stadt gezeigt haben. 1803 fiel Bensheim an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. 1846 wurde die Main-Neckar-Bahn von Frankfurt nach Heidelberg/Mannheim eröffnet, 1860 das erste Postamt gebaut, und 1869 wurde die Bahnlinie Bensheim-Worms eingeweiht. Im Jahr 1871 wurde Bensheim an das Telegraphennetz angeschlossen und neun Jahre später eine Wasserleitung gebaut. 1887 wurde das Gaswerk in Betrieb genommen. Mit Einführung der Städteordnung im Jahr 1903 bekam Bensheim seinen ersten Berufsbürgermeister. Die Stadt zählte zu dieser Zeit etwa 7.000 Einwohner. Der Zweite Weltkrieg schrieb auch für Bensheim das schwärzeste Kapitel dieses Jahrhunderts. Am 10. November 1938 wurde die Bensheimer Synagoge niedergebrannt. Am 24. März 1945 - drei Tage vor dem Einmarsch amerikanischer Truppen - wurden 12 Gefangene durch die Gestapo ermordet. Ein "Stolperstein" bei der Alten Faktorei erinnert heute an dieses schlimme Ereignis. 1950 registrierte man in Bensheim 22.280 Einwohner. Heute ist Bensheim mit annähernd 40.000 Einwohnern die größte Stadt im Kreis Bergstraße und auch der kulturelle und wirtschaftliche Mittelpunkt. Zur Kernstadt gehören die Stadtteile Auerbach, Schöberg und Zell, die 1939 eingemeindet wurden sowie die Stadtteile Fehlheim, Gronau, Hochstädten, Langwaden, Schwanheim und Wilmshausen, deren Eingemeindung im Jahr 1971 erfolgte. Die Gemarkung erstreckt sich auf 5.786 ha und mehr als die Hälfte davon sind noch Acker-, Garten- und Grünland, Wald, Weinberge oder Streuobstwiesen.

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