Ausstellung zu den Quartieren „Port Arthur“ und „Marokko“

 Stadtentwicklung zu Beginn des 20. Jahrhunderts am Beispiel der Viertel „Port Arthur“ und „Marokko“, so lautet der Titel einer Ausstellung, die am 18. Januar um 19 Uhr im Rathaus Bensheim eröffnet wird. Auf 20 Bild- und Texttafeln soll die unterschiedliche Entwicklung und Ausprägung dieser zwei Quartiere aufgezeigt werden.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war die Siedlungsfläche Bensheims überwiegend auf die Bereiche von Altstadt und Vorstadt beschränkt. Mit der Inbetriebnahme der „Main-Neckar-Eisenbahn“ im Jahre 1846 wurden die mittelalterlichen Stadtgrenzen überschritten, Bensheim dehnte sich in Richtung Westen aus. Jenseits der Bahnlinie entwickelten sich Anfang des 20. Jahrhundert zwei verschiedene Quartiere: Ab 1905 das Stadtviertel „Port Arthur“ nördlich der Wormser Straße und ab 1925 das „Marokko“ weiter südlich in einem früheren Industriegebiet.

Eingegangen wird auch auf die außergewöhnlichen Namensgebungen, die auf Kriegsereignisse in Fernost und Nordafrika zurückgehen sollen. Neu ist die These einer Herleitung vom Familiennamen „Marokko“, der bis ins 18. Jahrhundert zurück reicht. Die Ausstellung dauert bis zum 18. März.