Bensheimer Reihe „Bürgergespräch“: Intensive Einblicke in Idomeni und Calais

Tränengas gegen Flüchtlinge und im Dreck spielende Kinder: In diesem Jahr gab es nur wenige andere Orte, die so in den Schlagzeilen standen und stehen wie Idomeni. Der Ort in Griechenland hat durch das dortige Flüchtlingscamp traurige Berühmtheit erlangt. Die unmenschlichen Zustände in dem Camp gingen mehrfach um die Welt. Der Bensheimer Jakob Deppert gehört zu den Menschen, die als freiwillige Helfer diesen Ort aus nächster Nähe kennen gelernt haben. Am 9. Mai berichten er und Kristian Prewitz ab 19 Uhr im Rahmen der Reihe „Bürgergespräche“ im Begegnungstreff von „Welcome to Bensheim“ (Nibelungenstraße 14) über ihre Erfahrungen. Prewitz half den Flüchtlingen entlang der Balkanroute und im französischen Calais, Deppert war mit seinen Brüdern Martin und Florian in Idomeni im Einsatz.

Die Beiden sind Mitglieder der Gruppe „Voluntiere“, die in Flüchtlingslagern die allergrößte Not lindern wollen. Was sie bei ihren Hilfsaktionen alles erlebt haben, darüber berichten Jakob Deppert und Kristian Prewitz und zeigen eindrucksvolle Bilder von ihren Einsätzen. Die „Voluntiere“, junge Erwachsene aus ganz Deutschland, haben es sich zur Aufgabe gemacht, humanitäre Hilfe zu leisten und dort mit anzupacken, wo Not und Elend am größten sind. Sie helfen bei der täglichen Essensvergabe, errichten Notunterkünfte oder legen Wege an, alles freiwillig und unbürokratisch. Im Rahmen der Reihe „Bürgergespräche“ gibt es Erfahrungsberichte aus erster Hand. Stadtrat Adil Oyan lud die beiden zu diesem Gespräch ein und freut sich über deren Zusage: „Wir möchten den jungen Menschen die Gelegenheit geben, diese besondere Leistung mitzuteilen und den Besuchern die Möglichkeit, exklusive Einblicke zu bekommen und Fragen zu stellen.“