Für das Heilig-Geist Hospital geht es weiter: „Ein guter Tag für Bensheim und das HGH“

Nach monatelangem Hoffen und Bangen gibt es für das Heilig-Geist Hospital wieder positive Nachrichten: Die Planungen der Artemed Klinikgruppe, das HGH in ihren Verbund aufzunehmen und ab sofort die bestehende Geschäftsführung mit personellen Ressourcen und fachlichem KnowHow zu unterstützen, ist für Bürgermeister Rolf Richter eine sehr gute Nachricht. Innerhalb der nächsten vier Monate sollen die Voraussetzungen für eine vollständige Übernahme geschaffen werden.

"Die lange Zeit der Unsicherheit ist endlich vorbei. Die wichtigste Botschaft ist: Für das Heilig-Geist Hospital gibt es eine Zukunft", sagt Richter, der in den vergangenen Wochen mit den Verantwortlichen auf Seiten des HGH und mit dem neuen Investor in Kontakt stand und an zahlreichen Gesprächen teilnahm: "Für die Bensheimer und für die Mitarbeiter ist die aktuelle Entwicklung positiv zu sehen. Jetzt geht der Blick nach vorne, um gemeinsam mit dem Investor eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft zu gestalten und die Gesundheitsversorgung in Bensheim langfristig zu sichern. Heute ist ein guter Tag für Bensheim und das HGH."

Rückblick: Im Herbst des vergangenen Jahres sind erstmals Pläne bekannt geworden, nach denen die Verantwortlichen der UMM (Universitätsmedizin Mannheim) drastische Einschnitte am HGH ankündigten. Bereits damals starteten Kundgebungen und eine Unterschriftenaktion, mit denen sich Mitarbeiter und die Bensheimer Bevölkerung für eine weiterhin gute und breit aufgestellte medizinische Versorgung in Bensheim eingesetzt hatten. Parallel nahm ein "Runder Tisch" die Gespräche auf, an denen politische Vertreter, Ärzte und die Geschäftsführung des Südhessischen Klinikverbundes sowie des Universitätsklinikums Mannheim teilnahmen.

Im Februar dieses Jahres hat die Geschäftsführung der Südhessischen Klinikverbund gGmbH (SHK) wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. "Auch wenn diese Nachricht insbesondere für die Mitarbeiter ein schwerer Schlag war, so machte dieser Schritt den Weg frei für Gespräche mit möglichen Investoren", blickt Bürgermeister Richter auf die Wochen und Monate zurück, in denen nicht nur zahlreiche Gespräche im Hintergrund stattfanden, sondern Ende April mit der Themenwoche HGH die Situationen der Bensheimer Klinik ins öffentliche Bewusstsein gerückt wurde. Unter anderem hatten mehrere hundert Demonstranten ihre Solidarität zum HGH zum Ausdruck gebracht.

"Mein Dank geht an die Mitarbeiter und alle, die für das HGH gekämpft haben. Jetzt sieht alles danach aus, dass Bensheim als Klinikstandort gesichert ist", sagt Richter, der weiter im Dialog mit den zukünftig Verantwortlichen des HGH bleiben wird. ps