Gemeinsam für den Hemsbergturm

Gründungsversammlung des Hemsbergturm-Vereins am 22. März

Der Bismarckturm, der landläufig als Hemsbergturm bekannt ist, ist eines der Wahrzeichen Bensheims und ein beliebter Ausflugsort nicht nur an den Wochenenden. Am 22. März soll ein Verein gegründet werden, unter dessen Regie der Turm zukünftig stehen soll.

Aktuell gehört der Turm dem Odenwaldklub Bensheim (OWK), der im vergangenen Jahr auf Bürgermeister Rolf Richter zugekommen ist, da der OWK aufgrund seiner Altersstruktur in Zukunft nicht mehr die Verantwortung für den Turm übernehmen kann. Im Zuge der Überlegungen entstand die Idee, einen neuen Verein für den Hemsbergturm zu gründen. Für den 22. März sind alle diejenigen herzlich eingeladen, um 20 Uhr ins Dorfgemeinschaftshaus nach Zell zu kommen, die den Verein mit ihrer Mitgliedschaft unterstützen wollen. Gemeinsam soll das historische Bauwerk für die nächsten Jahrzehnte bewahrt werden. Die Ortsbeiräte Zell und Bensheim/Mitte unterstützen das Vorhaben genauso wie die Stadt und der OWK. Insbesondere für die Zeller ist der Hemsbergturm eine Herzensangelegenheit, bereits in den 1980er Jahren hatte sich eine Initiative intensiv mit dem Wahrzeichen beschäftigt.

Zwischenzeitlich liegt bereits ein Satzungsentwurf vor, der an der Gründungsversammlung zur Diskussion und Abstimmung gestellt wird. Außerdem erfolgen die Wahl eines Vorstands und der Kassenprüfer sowie die Festlegung der Höhe des Mitgliedsbeitrags.

Der Bismarckturm wurde um die Jahrhundertwende nach einem Entwurf des Architekten Heinrich Metzendorf von der Sektion Bensheim des Odenwaldklubs erbaut und 1901 fertiggestellt. Der Gesamt-Odenwaldklub stiftete 500 Mark, die OWK-Gruppe Bensheim 2.000 Mark, der Verschönerungsverein Bensheim 1.200 Mark. Der Rest von 4.300 Mark gab Kommerzienrat Euler als Anleihe dazu, später verzichtete er auf die Rückzahlung. Das fast 3000 Quadratmeter große Grundstück wurde für exakt 278,40 Mark gekauft. Der Turm ist gemessen bis zur Spitze 22 Meter hoch. Die Einweihung fand am 6. Juli 1902 statt. 1956 wurde die über der Turmunterkunft gelegene kleine Halle angebaut, um ein Klubzimmer einzurichten. Bis heute ist es dem OWK gelungen, durch enorme Eigeninitiative und finanzielle Eigenmittel den Turm in einem guten Zustand zu halten und die Verkehrssicherheit für die Besucher zu gewährleisten. Der neue Verein soll die erfolgreiche Arbeit des OWK zukünftig fortführen.  ps