Haus am Markt: Neubau ist die einzige Option

Die Planungen für den Neubau des Hauses am Markt werden derzeit weiter vorangetrieben. Das Ziel der Maßnahme ist die Belebung des Marktplatzes und die wird sich nur über die Nutzer des Hauses am Markt einstellen. Die Gespräche mit den potentiellen Mietern laufen aktuell.

Eine Sanierung des Hauses am Markt ist keine Option. Ein barrierefreier Umbau, die Behebung aller funktioneller Mängel wie Brandschutz oder Sanitäranlagen und die Gebäudesanierung insgesamt würde heute mindestens 4,5 Millionen Euro kosten. Über 2,1 Millionen würde eine Sanierung kosten, die keine der bestehenden funktionellen Mängel behebt. Das Bürgerhaus ist das beste Beispiel dafür, wie anfangs von Dritten kolportierte Kosten für eine Sanierung letztlich der Wahrheit entsprechen: Hier wurden ursprünglich 3,5 Millionen behauptet, in der Realität liegt die aktuelle Kostenschätzung heute bei 10,9 Millionen Euro.

Das Haus am Markt in seinem jetzigen Zustand ist nicht vermietbar. Der Zuschnitt mit den verschiedenen Ebenen macht das Haus für potentielle Mieter unattraktiv. Alle möglichen Nutzungen wurden trotz intensiver Bemühungen in den zurückliegenden Jahren für das bestehende Gebäude geprüft, wegen seiner eingeschränkten Funktionalität aber nicht gefunden.

Der vorliegende Entwurf für den Neubau orientiert sich am Stand von 1884, der am deutlichsten die Grundform des Gebäudes zeigt, dessen Außenmauern in 500 Jahren im Grunde mit mehr oder weniger Ausbesserungsarbeiten stehen geblieben sind, denn auch die letzte „Neu“-Fassung von Prof. Metzendorf konzentrierte sich hauptsächlich auf den Dachstuhl, den Ratssaal und die Dekoration der Außenfassade. Beim Tag der offenen Tür im Herbst 2017 und bei diversen Informationsveranstaltungen wurden alle Pläne und Zahlen offen dargelegt. Zu den Planungen liegen zahlreiche positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung vor.