„Kochen für und mit Geflüchteten“: Afghanische Küche begeistert die Teilnehmer

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kochen für und mit Geflüchteten“ stand im Mai die afghanische Küche im Mittelpunkt. Zum sechsten Mal hatte die Flüchtlingskoordination der Stadt Bensheim zum gemeinsamen Kochen eingeladen. Fast 40 Teilnehmer aus Afghanistan, Äthiopien, Pakistan, Iran, Türkei und Deutschland sind in der Schulküche der Kirchbergschule zusammen gekommen.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde machten sich die Teilnehmer ans Werk, schälten, schnippelten und rührten unter Anleitung von sechs afghanischen Frauen, die alle vor etwa drei Jahren als Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind. Neben Kabuli Palau, einem Reisgericht mit Lammfleisch, und Kebab mit Hackfleisch, wurden vegetarische Teigtaschen zubereitet. Zum Nachtisch gab es Ferni, ein Mandel-Kardamom-Pudding. Auch das Fladenbrot wurde selbst hergestellt.
Bereits nach kurzer Zeit zog der Duft der besonderen Gewürze durch den Raum. Ungezwungen kamen alle Teilnehmer miteinander ins Gespräch und tauschten Tipps und Tricks sowie Geheimnisse der heimischen Küchen aus. Auch das Ehepaar Akbar, Integrationslotsen bei der Stadt Bensheim, stand für Fragen zu Land und Leuten sowie zur Kultur in Afghanistan zur Verfügung. Nach gut zwei Stunden wurde das Buffet aufgebaut und gemeinsam gegessen.
Die Köchinnen ernteten viel Lob für die leckeren Speisen. Zwei afghanische Frauen legten für das Kochevent ihre traditionelle Festtracht an. Wie beide Frauen berichteten, war dies die erste Gelegenheit, in Deutschland die Festtracht aus dem Heimatland zu präsentieren. Die Teilnehmer bedankten sich für den gelungenen Abend und viele meldeten sich bereits für das nächste Kochevent unter dem Motto „Iranische Küche“ am 27. September an.