Kunst aus Hessen: 8 Künstlerinnen und Künstler aus Hessen präsentieren ihre Werke

Der Präsident des Hessischen Landtags, Norbert Kartmann, hieß die zahlreichen Gäste und die Künstler zur Vernissage in der Ausstellungshalle herzlich willkommen.

"Der Hessische Landtag ist das Zentrum der Landespolitik. Unser Haus ist aber nicht nur ein Ort der Politik, sondern auch der Kunst. Schon seit einigen Jahren finden regelmäßig Ausstellungen verschiedenster hessischer Künstler im Hessischen Landtag statt. Das neue Format 'Kunst aus Hessen' ist die Fortsetzung einer Reihe von Ausstellungen, die sowohl den Besucherinnen und Besuchern des Hessischen Landtags als auch den Abgeordneten des  Hessischen Landtags präsentiert wurden.

Es heißt, Politik sei die Kunst des Machbaren. Der Kunst an sich und der Kreativität der Künstler sind dagegen keine Grenzen gesetzt. Unter Kunst kann viel verstanden werden: Malerei in jeglicher Form, Bildhauerei oder Darstellung von Skulpturen mit verschiedensten Materialien bis hin zu abstrakter Kunst, Musik, Theater oder Schauspiel und vieles mehr. Der Auftakt von 'Kunst aus Hessen' gibt einen guten Eindruck dieser Vielfältigkeit", betonte der Landtagspräsident in seiner Begrüßungsrede.

Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein sagte in dem sich anschließenden Grußwort: „Die Bilder und Fotografien der Ausstellung ‚Kunst aus Hessen‘ ziehen den Betrachter allein schon mit ihrem sehr sinnlichen Spiel aus Farbe und Licht in ihren Bann. Die Bündelung gleich mehrerer Künstler in einer Ausstellung soll der Vielfältigkeit der Kunst in Hessen gerecht werden. Denn die verschiedenen Stile der Künstler sind so unterschiedlich und vielfältig wie die hessischen Regionen.“

Dr. phil. Friedhelm Häring, Kunsthistoriker und Museumsdirektor a. D., ging in seiner Einführung näher auf die 8 Künstlerinnen und Künstler ein und beschrieb die Werke und Intentionen von Rocco Barone (Kriftel), Ulrich Häfner (Eppstein), Hermann Haindl (Hofheim), Josef Krahforst (Laubach), Gitta Metzger (Münzenberg), Ursula Paul (Bensheim), Oskar W. Rug (Beerfelden) und Patricia Vogler (Wiesbaden). "So eigenwillig der Charakter der Autoren und der hier ausgestellten Kunstwerke ist, es eint sie der Ausdruck. Im Ausdruck ist ihnen Substanz, Gehalt und realer Grund gegeben. Der reale Grund ist nicht die Wirklichkeit der Welt, sondern der Sinn der Welt. Dieser Sinn liegt außerhalb des Alltags. Keines der hier vorgestellten Kunstwerke schildert Alltag. Darum kann jedes dieser Kunstwerke ein Schlüssel zu dieser Sinnwelt sein. Beim Betrachten von Kunstwerken wirken unsere eigenen geschichtlichen, sozialen und ästhetischen Erfahrungen mit. Teilweise ergeben sich daraus Nähen zu den Künstlerinnen und Künstlern, teilweise auch Fremdheit. Es liegt an uns, sollte uns das eine oder andere Kunstwerk besser oder weniger gefallen. Dies bedeutet, dass das Kunstwerk auch Anlass sein kann, den eigenen Standpunkt zu überprüfen. Darum ist im Umgang mit der Kunst ratsam, Geduld mit sich und dem Objekt der Betrachtung zu haben. Freude am Staunen und Neugierde müssen mitgebracht werden. Vielleicht begleitet dann den Betrachter das Neue und Andere wie eine schöne Bekanntschaft ein Leben lang. Wie gute Bücher, Musik, wie Freunde zufällig gefunden werden, kann eine solche Ausstellung eine Begegnung schaffen wie in einer gelungenen Abendgesellschaft. Es gibt, auch hier, immer die Chance zum Flirt" sagte Dr. Häring.

Per Klick auf folgenden Link gelangen Sie zur Künstlerseite "create joyful earth" von Ursula Paul.