Kurt-Hübner-Regiepreis: Ausgezeichnete Preisträgerin

Der mit 5.000 Euro dotierte Kurt-Hübner-Regiepreis 2017 geht an Nora Abdel-Maksoud. Die Verleihung findet im Rahmen der Gertrud-Eysoldt-Verleihung am 17. März 2018 in Bensheim statt.

Die Auszeichnung erhält Nora Abdel-Maksoud für das von ihr inszenierte Stück „The Making-of“ am Berliner Maxim Gorki Theater. Für Theaterkritiker Peter Kümmel, der die Preisträgerin ausgewählt hat, ist die Aufführung ein „selbstreferenzielles Bühnenwerk“. In dem Stück geht es um die Dreharbeiten eines Films. Die Figuren berichten davon, wie sie ihre Arbeit gemacht haben. „The Making-of hat nichts mit bürgerlichem Theater, psychologischem Realismus, nichts mit der Kunst der Einfühlung zu tun. Man kann den Befunden, die es präsentiert, so schwer ausweichen“, schreibt Kümmel in seiner Begründung, den Preis an Nora Abdel-Maksoud zu vergeben. Kritiker loben die Inszenierung als „entlarvenden Geniestreich“. Pointiert spiele es mit vielen Klischees des Filmbusiness.

Nora Abdel-Maksoud wurde in München geboren. Ihr Schauspielstudium absolvierte sie an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg. Seit 2009 arbeitet sie als freischaffende Schauspielerin für Film- und Theaterproduktionen. Sie spielte unter anderem am Hans-Otto-Theater Potsdam, am Ballhaus Naunynstraße sowie aktuell am Maxim Gorki Theater Berlin. 2012 zeigte sie am Ballhaus Naunynstraße ihre erste Regie- und Autorinnenarbeit „Hunting von Trier“. Im Jahrbuch von Theater heute 2017 wurde sie für die Inszenierung als beste Nachwuchsregisseurin 2017 ausgezeichnet. Jetzt also der Kurt-Hübner-Regiepreis 2017, der seit 1991 jährlich anlässlich der Vergabe des Gertrud-Eysoldt-Ringes von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in Bensheim verliehen wird.