Museum Bensheim: „Wilhelm Loth – Spätwerk Grafik und Plastik“

„Wilhelm Loth – Spätwerk Grafik und Plastik“ lautet der Titel der Ausstellung, die am kommenden Donnerstag (31.) im Bensheimer Museum eröffnet wird. Die jetzt gezeigten Arbeiten stammen aus Privatbesitz und wurden in dieser Geschlossenheit noch nie der Öffentlichkeit präsentiert.

Wilhelm Loth zählt zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern der Nachkriegszeit. Er wurde 1920 in Darmstadt geboren. 1938 bestärkte ihn Käthe Kollwitz, sich ganz der Bildhauerei zu widmen. So studierte er ab 1947 in der Bildhauerklasse Fritz Schwarzbecks auf der Darmstädter Künstlerkolonie.

1953 wurde er dann Vorsitzender der Darmstädter Sezession und erhielt 1960 eine Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Dort unterrichtete er bis 1986 und wurde drei Jahre danach schließlich zum ersten Vorsitzenden des Deutschen Künstlerbundes ernannt. Er starb 1991 in Darmstadt und hinterließ ein umfangreiches Werk aus 40 Schaffensjahren. Ihm gelang es, das zeitgenössische Menschenbild – vornehmlich die Darstellung des weiblichen Körpers – neu zu gestalten.

Die Ausstellung schließt an das 2015 im Museum Bensheim gezeigte Frühwerk des Bildhauers an. Eine Auswahl an grafischen Arbeiten aus den 1960er bis 1980er Jahren korreliert mit den passenden Skulpturen in der Ausstellung. Eine Einführung in das Werk Wilhelm Loths gibt die Kulturwissenschaftlerin Bettina Bergstett.

Die Ausstellung ist bis 15. Oktober zu sehen. Die Vernissage ist am Donnerstag, 31. August, um 19 Uhr.