Museum: „Zwischen Neo und Pop“ endet, der „Blick von außen“ beginnt

Am Sonntag endet die Ausstellung „Christian Junghanns – Zwischen Neo und Pop“, die sich als echter Besuchermagnet erwiesen hat. Christian Junghanns ist mit seinen illustrativen, comicähnlichen Acrylbildern in der Pop Art-Szene längst eine feste Größe und hat sich unter dem Namen „Neopop“ etabliert. Bekannt ist er für die Reduktion auf Farbe und Fläche und eine Botschaft, die sich dem Besucher oft erst auf den zweiten Blick erschließt. Auch wenn die Vorlagen teilweise am Computer konzipiert werden, führt bei der Umsetzung kein Weg an Leinwand und Pinsel vorbei. Damit schafft er den Spagat zwischen analoger und digitaler Zeichnung.

Am 5. März wird die neue Ausstellung „Der Blick von außen“ eröffnet: Professoren, Lehrbeauftragte und Studierende des Fachbereichs Architektur mit den Studiengängen Architektur und Innenarchitektur der Hochschule Darmstadt haben ihre Sicht von Bensheim auf Papier gebracht. Das Projekt der Hochschule und des Museums ist entstanden mit dem Ziel, Bensheim zeichnerisch zu erfassen und gemeinsam eine Ausstellung zu konzipieren. Jeder Zeichner konnte die Stadt auf seine Weise entdecken, entstanden sind viele persönliche Blickwinkel. Das Ergebnis ist weit mehr als ein Konvolut von Bleistiftzeichnungen aus dem Spätsommer und Herbst 2016. Die Motive, die dabei herausgekommen sind, sind nicht nur Abbildungen, sondern gleichzeitig auch Interpretationen und lenken den Betrachter in die beabsichtigte Richtung.

So gilt es nun in der Ausstellung und auch im begleitenden Katalog, Bensheim aus der Sicht des Fachbereichs Architektur der Hochschule Darmstadt zu entdecken. Sicherlich hält die Ausstellung gerade für ortskundige Bensheimer die eine oder andere Überraschung parat. Das Projekt bietet auch die Möglichkeit, Einblicke in die zeichnerische Ausbildung der künftigen Architekten zu erhalten und sollte daher insbesondere das Interesse von Schülern der Oberstufe wecken, die sich für den Fachbereich Architektur interessieren.