Radverkehrsschau: Experten nehmen die Situation für Fahrradfahrer unter die Lupe

Vor allem kleinere Maßnahmen sind es, die sich aus der Radverkehrsschau ergeben haben: In der Regel alle zwei Jahre gehen Vertreter des ADFC, des KMB, der Polizei und der Straßenverkehrsbehörde von Kreis Bergstraße und Stadt Bensheim gemeinsam auf Tour, um mit dem Fahrrad neuralgische Punkte für den Radverkehr in Augenschein zu nehmen. Verkehrsdezernent Andreas Born führt mit seinem Team die vor einigen Jahren eingeführte Radverkehrsschau weiter durch, um unmittelbar vor Ort Auswirkungen bereits umgesetzter Maßnahmen unter die Lupe zu nehmen oder weitere Verbesserungen für Fahrradfahrer anzustoßen. In diesem Jahr fand die Begutachtung des Verkehrsnetzes Mitte Mai statt.

Natürlich war auch der Bereich Rinnentor, B3, B47 eines der Ziele. Dort wurde die Verkehrsführung für die Radfahrer kürzlich verbessert. Die finalen Fahrbahnmarkierungen sollen zeitnah erfolgen.

Eine Haupterkenntnis für die Teilnehmer war, dass nur kleinere „Baustellen“ anzugehen sind. Dazu gehört, dass zum Beispiel Radfahrer in der Unterführung in der Gartenstraße zukünftig auch die Straße benutzen dürfen und nicht mehr zwingend die Fuß-/Radunterführung nehmen müssen, sondern auf der Gartenstraße bleiben können. Ebenso wird die Situation am Radweg auf der Höhe der Einfahrt zum Golfplatz klarer geregelt. Dort haben Radfahrer Vorrang, die aus Richtung Lorsch bzw. Richtung Bensheim kommend den Radweg befahren. Dort und an anderen Stellen soll die Beschilderung optimiert bzw. erneuert werden.

Diskutiert wurde das Thema, die Fußgängerzone temporär mit dem Rad durchfahren zu dürfen. Alle Teilnehmer waren sich aber einig, dass dieser Bereich dauerhaft als besondere Schutzzone für Fußgänger bestehen bleiben soll und Radfahrer auch weiterhin absteigen müssen.

Stadtrat Andreas Born dankte allen Teilnehmern der Radverkehrsschau und betonte, dass er und sein Team unabhängig von diesem fixen Termin immer offen für weitere Hinweise und Anregungen sind.