Restkarten für „Das schweigende Klassenzimmer“

Filmvorführung und Zeitzeugenbericht / Sektempfang um 18 Uhr

Den 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer nimmt die Stadt Bensheim zum Anlass, am Vortag des Jubiläums zu einer Filmvorführung mit Zeitzeugenbericht einzuladen: Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Landes Hessen „30 Jahre gemeinsame Freiheit – 30 Jahre Mauerfall“ wird der Film „Das schweigende Klassenzimmer“ im Parktheater vorgeführt. Zeitzeuge Karsten Köhler berichtet anschließend in einer kurzen Interviewrunde aus erster Hand über die Ereignisse von damals. Für die Veranstaltung gibt es nur noch wenige Restkarten.
In dem Film dreht sich alles um fünf Minuten Schweigen, die das Leben von 20 Schülern auf den Kopf gestellt haben: Es ist der Herbst 1956, als ein stilles Zeichen der Solidarität mit den ungarischen Freiheitskämpfern, die sich gegen die anrollenden sowjetischen Panzer gestellt haben, sämtliche Lebensentwürfe der Schüler aus der Nähe von Berlin radikal veränderte. In dem Klassenzimmer wurde am 29. Oktober 1956 Geschichte geschrieben. Karsten Köhler war damals der Klassensprecher. Er und 15 Mitschüler mussten über Nacht die DDR verlassen. Vier Schülerinnen wollten bei ihren Müttern im Osten bleiben. Nach dem gefährlichen Schweigen ging für die geflohenen Schüler das Leben an einem Bensheimer Gymnasium – heute das AKG – weiter. Die wahre Geschichte wurde verfilmt, der Film feierte seine Premiere bei der Berlinale 2018.
Die Veranstaltung der Stadt Bensheim findet am Freitag, 8. November, statt. Sektempfang ab 18 Uhr, Beginn der Veranstaltung um 19 Uhr im Parktheater.
Karten gibt es bei Tourist Information (Hauptstraße 53), Telefon 06251 / 86961-01. Der Eintritt ist frei.