Hohe Förderung für DRK-Neubau

Dem Magistrat wurde in seiner jüngsten Sitzung die konkretisierende Planung für die neue DRK-Rettungswache des Ortsverbandes Bensheim auf dem ehemaligen Bundeswehrdepotgelände vorgelegt. Die Kostenschätzung für den Neubau beläuft sich auch nach den abschließenden Planungen auf 1,4 Millionen Euro. Das Land Hessen hat das Bauprojekt für eine Bezuschussung mit Fördermitteln aus dem Stadtbauförderprogramm „Stadtumbau“ anerkannt: Die förderfähigen Kosten liegen bei insgesamt 1,1 Millionen Euro, sofern diese auch noch nach Vorlage des Bau- und Raumprogrammes in dieser Höhe förderfähig sind. Die Förderquote liegt damit bei über 60 Prozent der anerkannten Kosten, das wären etwa 682.000 Euro. „Damit haben wir unser Ziel erreicht, für diese Maßnahme eine möglichst hohe Förderung zu erhalten“, sagt Bürgermeister Rolf Richter.

Bereits im Februar hatte die Stadtverordnetenversammlung dem Umzug des DRK-Stützpunkts von der Rodensteinstraße auf das ehemalige Bundeswehrdepot-Gelände an der Rheinstraße zugestimmt. DRK-Vorsitzende Doris Bodemann hatte im Vorfeld in einem Schreiben an Bürgermeister Rolf Richter die Absicht erklärt, einen Neubau auf dem Gelände zu errichten. Im Detail geht es darum, dass die Stadt dem DRK ein 3700 Quadratmeter großes Grundstück für die Dauer von 75 Jahren im Erbbaurecht zur Verfügung stellt. Der Verein selbst kann eigenes Kapital sowie Eigenleistungen in Höhe von insgesamt 300.000 Euro einbringen. Der städtische Anteil von 1,1 Millionen Euro wird über die spätere Zuführung von Zuschüssen aus der Stadtumbauförderung refinanziert, die dann noch vorhandene Differenz wird über den anschließenden Verkauf der jetzigen Standortimmobilie in der Rodensteinstraße 95 abgedeckt. An dieser Stelle ist eine noch festzulegende Wohnbebauung geplant.

Für die neue DRK-Rettungswache ist eine eingeschossige, in Sandwichbauweise zu errichtende Industrie- bzw. Gewerbehalle mit einer Grundfläche von etwa 1.540 Quadratmetern angedacht. Die DRK-Kleiderkammer ist in der Gesamtplanung berücksichtigt. Ein zusätzlicher Raum soll dem Verein ProVita für dessen Kleiderausgabe mietweise zur Verfügung gestellt werden.

Der DRK-Ortsverband hat insgesamt etwa ein Jahr für die Auftragsvergabe der Bauleistungen und für die anschließende Bauausführung veranschlagt. Mit dem Abschluss der Baumaßnahme sowie Umzug des DRK-Ortsverbandes kann bis Jahresende 2017 gerechnet werden, sofern die Baugenehmigung noch 2016 erteilt wird. ps