Sicherheit: Bürgerversammlung am 21. November

 „Wir wollen das Sicherheitsempfinden der Bensheimer verbessern“, sagt Bürgermeister Rolf Richter und Stadtrat Adil Oyan ergänzt: „Statistik ist die eine Seite der Medaille, die Wahrnehmung jedes Einzelnen die andere.“ Denn der Blick in die Statistik verdeutlicht, dass in Bensheim im Jahr 2017 deutlich weniger Straftaten als im Landesschnitt begangen wurden.

Manche Plätze und Ecken werden aber von einigen Bürgern als Angsträume wahrgenommen. Um neben den der Stadtverwaltung bereits bekannten neuralgischen Punkten möglichst alle Bereiche der Stadt zu erfassen, in denen sich der ein oder andere Bürger unwohl fühlt, soll ein Fragebogen diese Orte aufdecken. Über die Bensheimer Vereine wird der Fragebogen derzeit möglichst weit gestreut, auch im Internet auf www.bensheim.de ist dieser hier abrufbar (Rubrik „Leben in Bensheim“ unter Soziales), außerdem kann er im Rathaus angefordert werden. Kontakt: Jochen Scharschmidt, Tel. 14-205 und Jessica Woißyk, Tel. 14-208.

Die Fragenbogenaktion ist Teil der hessischen Sicherheitsinitiative KOMPASS (KOMmunalProgrAmmSicherheits Siegel). Bensheim ist in diesem Jahr Partnerkommune des Programms geworden. Hessens Innenminister Peter Beuth begrüßt diesen Einsatz für mehr Sicherheit vor Ort. KOMPASS ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums an die hessischen Städte und Gemeinden. Ziel des Programms ist es, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell weiterzuentwickeln und passgenaue Lösungen für Probleme vor Ort zu schaffen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Prävention.

Bensheim ist in diesem Bereich schon lange sehr aktiv: „Wachsame Nachbarn“, freiwilliger Polizeidienst, Videoüberwachung oder verschiedene Arbeitskreise sind nur einige Beispiele. Zum 1. November werden zwei zusätzliche Stadtpolizisten eingestellt, die ihren Arbeitsschwerpunkt am Bahnhof haben sollen. KOMPASS soll auch dazu beitragen, die bestehenden Aktionen zu bündeln und bekannter zu machen. Im Rahmen einer Bürgerversammlung am 21. November um 19 Uhr im Kolpinghaus wird das Programm vorgestellt, denn KOMPASS sieht nicht nur eine generelle Verzahnung und enge Kooperation zwischen der Stadt und der Polizei vor, sondern vor allem auch die Einbeziehung der Bürger.