Stadt gewährt weiteren Zuschuss in Höhe von 310.000 Euro für das „Hochstädter Haus“

Mit einem weiteren Investitionszuschuss in Höhe von 310.000 Euro will die Stadt Bensheim den Förderverein Heimatpflege Hochstädten dabei unterstützen, das ehemalige Kantinengebäude des Marmoritwerkes in das „Hochstädter Haus“ umzuwandeln. Einem entsprechenden Antrag des Vereins hat der Magistrat in seiner jüngsten Sitzung stattgegeben, die Stadtverordnetenversammlung hat wie immer das letzte Wort. „Mit dieser Investitionshilfe wollen wir dazu beitragen, dieses Vorhaben des Vereins zu sichern, das als Gemeinbedarfseinrichtung vor allem der Allgemeinheit dient“, sagt Bürgermeister Rolf Richter. Damit erhöht sich die finanzielle Beteiligung der Stadt an dem Projekt auf 490.000 Euro.

Das „Hochstädter Haus“ übernimmt zwar die Funktion eines Dorfgemeinschaftshauses, ist aber im Besitz des Vereins und wird von diesem betrieben. Anders als bei den anderen sieben Dorfgemeinschaftshäusern und alten Rathäusern in den Stadtteilen fallen somit bei der Hochstädter Einrichtung keine Betriebskosten für die Stadt an. Die liegen für die insgesamt 14 Einrichtungen immerhin bei rund 800.000 Euro im Jahr.

Der einmalige Zuschuss ist an gewisse Voraussetzungen gebunden: Neben der Zweckbindung der öffentlichen und für den Gemeinbedarf vorgesehenen Nutzung des „Hochstädter Hauses“, erhält die Stadt ein unentgeltliches Nutzungsrecht für eine noch festzulegende Anzahl von städtischen Veranstaltungen. Der Verein wird ebenfalls auf eigene Kosten die auf dem Grundstück vorgesehenen 16 öffentlichen Parkplätze herstellen und unterhalten.

Entgegen den ursprünglichen Planungen, auf deren Basis der erste städtische Zuschuss in Höhe von 180.000 Euro gewährt wurde, hat sich das Projekt inzwischen verteuert. Neben der durch energetische Sanierungsmaßnahmen verursachten Kostensteigerung im ersten Bauabschnitt, kommt nun im zweiten und dritten Bauabschnitt noch der Ausbau des Dachgeschosses dazu. Diese beiden Bauabschnitte enthalten außerdem das Wärmedämm-Verbund-System mit Außenputz, den Innenausbau, den Zugang zum Dachgeschoss, die Entwässerung, den Aufzug und die Außenanlage.

Aufgrund der geplanten Maßnahmen kann der Investitionszuschuss in voller Höhe durch die Aufnahme von zinsgünstigen KfW-Krediten finanziert und zusätzlich ein Tilgungszuschuss von rund 40.000 Euro gewährt werden.   psp