Sommerfest in der KiTa Gartenstraße

Auch wenn eine wahrhafte Schweinerei der Höhepunkt war. Beim Sommerfest der städtischen KiTa Gartenstraße stand die Verabschiedung der Schulkinder, einiger Mitarbeiter und auch die weitere Verschönerung der Einrichtung im Vordergrund. Nachdem am Samstagmorgen die Leiterin des Kindergartens Maria Behm-Hansen die Kinder, Eltern und Gäste bei bestem Wetter im - dank des alten Baumbestands - schattigen Garten begrüßt hatte, ging es direkt an die Arbeit. In verschiedenen Projekten wurde es im Garten der KiTa richtig lebendig: Die Kinder bemalten Holzelemente und Radkappen, um die Zäune aufzuhübschen, mit Flechtarbeiten gestalteten sie den Zaun bunt. Ein Barfußpfad, der im Vorfeld mit Unterstützung der Stadt Bensheim und des Bauhofs vorbereitet wurde, konnte mit unterschiedlichsten Materialien  gefüllt werden. An einer weiteren Station konnten Füße bemalt und als Abdruck auf Papier gebracht werden. Nicht nur bei diesen Aktionen arbeiteten die Kinder der Gartenstraße und ihre Eltern Hand im Hand, auch bei den anderen Stationen, die das Team der Kindertagesstätte vorbereitet hatte, waren Groß und Klein gemeinsam aktiv. Bei der Schatzsuche im Sandkasten wurden Goldnuggets gefunden und bei einer neu installierten Wasserbahn der Lauf des kühlen Nass beeinflusst. 

Eine lange Schlange bildete sich schon nach kurzer Zeit an einer ganz besonderen Station: Mitarbeiterin Anastasija Röhrig bot kunstvolle Henna-Malerei an. Und nicht nur viele Kinder, auch zahlreiche Mütter nutzten die Gelegenheit und fallen nun sicherlich noch in den nächsten Tagen im Bensheimer Stadtbild mit wunderschönen Mustern und Ornamenten auf Hand, Arm, Fuß oder Bein auf. Umso schwerer viel Einrichtungsleiterin Maria Behm-Hansen später die Verabschiedung von Anastasija Röhrig, die nach ihrem Anerkennungsjahr nun die Gartenstraße als Erzieherin verlässt. Ebenfalls verabschiedet wurden die beiden FSJlerinnen Nadine Lerchl und Laura Zubrod sowie die Praktikantin Jana Kilian. „Alle miteinander haben sich hier hervorragend eingebracht und ich freue mich sehr, dass alle nun auch die Ausbildung zur Erzieherin beginnen werden“, so Behm-Hansen.

Sehr persönliche Worte fielen bei der Verabschiedung der Schulkinder, die teilweise schon fünf Jahren in der Gartenstraße „zu Hause“ waren. Die Eltern der neuen ABC-Schützen waren hin und hergerissen zwischen Wehmut, dass ihre „Kleinen“ jetzt schon so groß sind, und stolz, jetzt ein Schulkind zu haben. Und auch den Erzieherinnen und Erziehern war anzumerken, dass solch ein Abschied durchaus schwer fällt: „Es ist schon eine lange Phase, in der wir mit den Kindern gemeinsam viel Zeit verbringen. Das sieht niemand von uns einfach nur als Job an. Wir sind uns alle bewusst, dass die Eltern uns ihr größtes Glück, ihre Kinder anvertrauen", so Maria Behm-Hansen.

Schon Tradition hat bei der KiTa Gartenstraße, dass es am Sommerfest ein Theaterstück von Eltern für die Kinder gibt: Und das war in diesem Jahr eine echte Schweinerei. Im Stück „Rosa will ein Schwein sein“ ging es um Außenseiter und Zuneigung, um Rücksichtnahme und Offenheit. Die Eltern – in tollen Kostümen – bekamen von den Kindern und den anderen Gästen tosenden Beifall. Es war der Höhepunkt eines Sommerfests, an das nicht nur die verabschiedeten Schulkinder lange zurückdenken werden. Durch die nachhaltigen Aktionen zur Verschönerung „ihres“ Kindergartens haben auch die anderen Kinder mit ihren Eltern und den Erziehern bleibende Erinnerungen geschaffen.