Vortrag: „Im Weltkrieg war ich noch ein Kind“

Am 6. Dezember ist der renommierte Altersforscher und Psychoanalytiker Prof. Hartmut Radebold zu Gast in Bensheim. Unter dem Titel „Im Weltkrieg war ich noch ein Kind“ hält er einen Vortrag über die Folgen von Kriegserfahrungen bei Kindern und Jugendlichen. Radebold, 1935 in Berlin geboren, hat die Härten des Krieges selbst miterlebt: Bombenangriffe in Berlin, Evakuierung nach Polen, sein Bruder kam als 15-Jähriger als Zivilgefangener nach Russland, der Vater, ein Arzt, starb an der Oder-Front, während er am OP-Tisch stand.

Später arbeitete Radebold als Arzt für Psychiatrie/Neurologie, Psychoanalyse und leitete von 1976 bis 1998 den Lehrstuhl für Klinische Psychologie an der Universität Kassel. Er ist Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft Gerontopsychiatrie und –psychotherapie und Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse.

Radebold hat untersucht, wie Menschen, die den Krieg als Kind miterlebt haben und ab 1929 geboren wurden, mit den Erinnerungen umgehen. Die Veranstaltung in der Stadtbibliothek beginnt um 19.30 Uhr. Veranstalter sind das Diakonische Werk Bergstraße, die Stiftung „DiaDem“, Stadt Bensheim und das Netzwerk Demenz. Der Eintritt ist frei.