Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Fahnenaktion, Filmabend und Brötchenverkauf

Seit 2001 lässt „Terre des Femmes“ alljährlich im November die Fahnen wehen und setzt damit weltweit ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Seit vielen Jahren beteiligt sich auch die Stadt Bensheim an dieser Aktion und hisst am Beauner Platz in Höhe des Bürgerhauses die blaue Fahne mit der Botschaft „Frei leben ohne Gewalt“.

Unter der Federführung des Frauenbüros der Stadt Bensheim mit Marion Huhn und des Frauenhauses Bergstraße wird zur Fahnenhissung am Freitag, 24. November, um 11 Uhr auf den Beauner Platz eingeladen. Mit dabei sein werden unter anderem Bürgermeister Rolf Richter, Marion Huhn sowie Mareike Mischler und Andrea Schilling als Vertreterinnen des Frauenhauses und des Arbeitskreises gegen Häusliche Gewalt im Kreis Bergstraße. Unterstützt wird die Aktion auch von Pfarrer Catta und der Pfarrei St. Georg, die anlässlich des internationalen Frauentags an der Kirche ebenfalls eine Fahne mit der Botschaft „Frei leben ohne Gewalt“ hissen wird.

Bereits am Mittwoch, 22. November, wird im Zusammenhang mit dem Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ zu einer Filmvorführung in den Luxor-Filmpalast eingeladen. Gezeigt wird ab 19 Uhr der Film „Voice of Violence“ (Stimmen der Gewalt). Der Dokumentarfilm zeigt die unvorstellbare Gewalt gegen Frauen in der demokratischen Republik Kongo und das politische und gesellschaftliche System, das diese Grausamkeiten zulässt. Veranstalter des Filmabends sind das Frauenbüro der Stadt Bensheim, Amnesty International Bergstraße, die Menschenrechtsinitiative Bergstraße und das NordSüdForum. Der Eintritt ist frei.

Ein weiterer Bestandteil des Aktionstages ist der Brötchenverkauf, an dem sich bis Ende November viele Bürgermeister im Kreisgebiet beteiligen. In Bensheim stellt sich Rolf Richter am 25. November in den Dienst der guten Sache. In der Weststadtbäckerei Jakob wird er von 8 bis 10 Uhr hinter dem Tresen stehen und sich an der Aktion unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ beteiligen. psp

In diesem Jahr greift die Fahnenaktion unter dem Motto „Mädchen schützen!“ das Schwerpunktthema weibliche Genitalverstümmelung auf. Laut UNICEF (Stand 2016) sind weltweit mindestens 200 Millionen Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen. Für Terre des Femmes stellt diese Praxis eine schwere Menschenrechtsverletzung und einen Verstoß gegen das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit dar. Zudem verstoße sie gegen die Kinderrechte gemäß der Kinderrechtskonvention und gelte somit als Kindesmisshandlung.