Ehrung von Jubilaren wird neu geregelt

Familienfreundlichkeit, prosperierender Wirtschaftsstandort, Attraktivität und Lebensqualität sorgen dafür, dass Bensheim eine wachsende Stadt ist. Hier lässt es sich nicht nur gut, sondern auch lange leben. Das machte erst kürzlich die dritte Ü-90-Party deutlich, zu der insgesamt 382 Personen eingeladen waren. Der demografische Wandel wirkt sich natürlich auch in Bensheim aus. Dem städtischen Demografiebericht zufolge wird sich der Anteil der über 80-Jährigen bis zum Jahr 2039 mehr als verdoppeln: von 1471 (Stand 2014) auf 3620. Dann wird in Bensheim jeder zehnte Bürger über 80 Jahre alt sein, so die Prognose.

Das hat Folgen, mit denen sich kürzlich der Magistrat beschäftigte. Denn es zählt zu den angenehmen Aufgaben der städtischen Vertreter, den über 80-jährigen Bürgerinnen und Bürgern zu besonderen Geburtstagen beziehungsweise zu Goldenen, Diamantenen oder Eisernen Ehejubiläen zu gratulieren. Das ist nicht nur mit einem Präsent verbunden, sondern soll auch – falls von den Jubilaren gewünscht – mit dem Besuch des Magistrats gewürdigt werden, der die hohe Anzahl von Terminen in der Vergangenheit allerdings zeitlich nicht mehr abdecken konnte. Insgesamt 1390 Alters- und 165 Ehejubiläen im vergangenen Jahr verdeutlichen die enorme Anzahl von Terminen. Theoretisch wären das durchschnittlich 30 Gratulationen pro Woche mit steigender Tendenz.

Nach der jetzt beschlossenen Neuregelung, die ab sofort gültig ist, wird ein Magistratsmitglied erst ab dem 90. Geburtstag persönlich gratulieren, sofern dies zeitlich möglich und von dem Jubilar gewünscht ist. Bei den Ehejubilaren möchte der Magistrat wie gewohnt ab der Goldenen Hochzeit das besondere Ereignis durch einen persönlichen Besuch würdigen. Auch das hängt von den Terminkalendern der Magistratsmitglieder und dem Wunsch Ehepaare ab. psp