Gedenkveranstaltung am 10. November an der Gedenkstätte auf dem Bendheim-Platz

78 Jahre sind vergangen, seit in den frühen Morgenstunden des 10. November 1938 die ehemalige Synagoge in Bensheim durch deutsche Nationalsozialisten in Brand gesteckt und für immer zerstört wurde. Seit vielen Jahren ist dieses Datum für Bensheim und seine Bürger Anlass, im Rahmen einer Gedenkveranstaltung all derer zu gedenken, die aus Antisemitismus und Rassenwahn in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft schreckliches Leid erfahren mussten.

In diesem Jahr wird auf dem Platz der ehemaligen Synagoge an der Nibelungenstraße, dem Bendheim-Platz, Professor Dr. Wolfgang Benz die Gedenkansprache halten. Der ehemalige Leiter des Berliner Instituts für Antisemitismusforschung ist Historiker der Zeitgeschichte und ein international anerkannter Vertreter der Vorurteilsforschung und der NS-Forschung.

Die Gedenkfeier am 10. November erfolgt wie jedes Jahr in enger Zusammenarbeit mit der Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger.  Nach der musikalischen Eröffnung um 18 Uhr wird Bürgermeister Rolf Richter die Gäste begrüßen und Peter E. Kalb vom Vorstand der Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger kurze einleitende Worte sprechen.

Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Hannelore Schmanke von der Musikschule Bensheim mit den Schülerinnen Amelie Banasek, Lorena Hanser und Jana Pätzel. psp