HGH: Bergauf an der Bergstraße

HGH-Geschäftsführer Dr. Benjamin Behar

HGH-Geschäftsführer Dr. Benjamin Behar berichtete dem Magistrat

Die Bensheimer Fahne vor dem Haus wird es in Kürze deutlich machen: Im Heilig-Geist Hospital weht ein neuer Wind. Ein modernes und innovatives medizinisches Konzept für die Patienten der Region wurde ganz aktuell in der jüngsten Magistratssitzung vorgestellt. Mit Erfolg – dass die Artemed mit ihrem hohen medizinischen Anspruch das Krankenhaus wieder als erste Anlaufstelle für die Bensheimer etablieren möchte, stößt bei den Magistratsmitgliedern auf volle Zustimmung.

„Wir durften die Artemed vom ersten Kontakt an als kleine, aber äußerst professionell geführte Krankenhausgruppe mit einer hohen Erfahrung und Expertise in der Größenordnung von 100 bis 300 Betten kennenlernen“, freut sich Bürgermeister Rolf Richter. „Das stimmt nicht nur mich persönlich, sondern alle Bensheimer hoffnungsvoll. Das vorgelegte medizinische Konzept macht einen kompetenten und durchweg positiven Eindruck. Und die dezentrale Steuerung, die auch eine enge Vernetzung mit weiteren medizinischen Dienstleistern der Region vorsieht, lässt eine hohe Versorgungsqualität erahnen. Ich bin sicher, dass dieses Konzept der richtige Weg ist, um die bestmögliche Versorgung der Patienten in und um Bensheim zu sichern und das Vertrauen zum Heilig-Geist Hospital wieder zu stärken.“

Tatsächlich nimmt die Kooperation mit anderen Leistungserbringern aus der Region in den Augen der neuen Geschäftsführung einen zentralen Stellenwert ein. Aus medizinischer Sicht werden hier auch die erfolgreich bestehenden Kooperationsbeziehungen mit der Universitätsmedizin Mannheim weitergeführt – diese sichern neben der gemeinsamen Assistenzarztausbildung die medizinische Qualität – z.B. im Rahmen einer gemeinsamen Tumorkonferenz – und die nahtlose Weiterversorgung von Patienten mit Erkrankungen, die einer universitären Versorgung bedürfen. „Darüber hinaus sind wir grundsätzlich offen für Kooperationen mit allen Leistungserbringern der Region“, erklärt HGH-Geschäftsführer Dr. Benjamin Behar. So besteht auch schon Kontakt zur ärztlichen Direktion und Geschäftsführung des Kreiskrankenhauses Heppenheim. „Hier soll in jedem Fall in Zusammenarbeit die Pflegeschule weiter betrieben werden“, so Dr. Benjamin Behar weiter. „Zudem ist uns eine vertrauensvolle und unkomplizierte Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten wichtig. So ist wieder eine stärkere Einbindung der niedergelassenen Kollegen in die stationäre Behandlung der Bevölkerung fest geplant.“

Wie das medizinische Konzept des Heilig-Geist Hospitals im Detail aussehen soll, wird sich in den kommenden Monaten entwickeln. Wesentliche Eckpunkte stehen jedoch bereits fest: Als fest verankerter und in die regionale Gesundheitslandschaft eingebetteter Grund- und Regelversorger soll das Haus als erster Ansprechpartner für Bensheimer Patienten fungieren. Hier spielen vor allem eine starke Innere Medizin mit Fachärzten aus den Bereichen Gastroenterologie, Kardiologie und Onkologie sowie eine differenzierte Chirurgie mit Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie sowie Orthopädie eine tragende Rolle. Darüber hinaus werden spezialisierte Versorgungsangebote aufgebaut – also medizinische Leistungszentren mit einer besonders hohen Expertise, die den Anspruch haben, sich auch überregional einen Namen zu machen. Hier sieht man bereits jetzt das Urologische Zentrum am HGH. Ebenso wird derzeit ein interdisziplinäres Zentrum zur Behandlung von Erkrankungen der Verdauungsorgane etabliert. Hier ermöglichen erfahrene Gastroenterologen, spezialisierte Viszeralchirurgen sowie onkologische Experten einen ganzheitlichen Blick auf die vielfältigen Erkrankungen der Verdauungsorgane wie beispielsweise bei der Behandlung von Darmkrebspatienten. „Wir freuen uns hier sehr, unser bestehendes Team mit gastro-onkologischer-Expertise, Dr. Jürgen Grüger und Dr. Nicolai Härtel, bald komplettieren zu können: Für den Chefarztposten in der Allgemein- und Viszeralchirurgie dürfen wir bereits heute Dr. Jens Jonescheit ankündigen“, verrät Dr. Benjamin Behar.

Die Belegung des Hauses macht bereits nach wenigen Wochen deutlich: Die Maßnahmen fruchten; Bevölkerung und Mitarbeiter gewinnen gleichermaßen wieder Vertrauen in das Heilig-Geist Hospital. Woche für Woche verzeichnet man hier eine klare Stärkung im Vergleich zum Zeitpunkt des Übergangs. Dr. Benjamin Behar abschließend: „Seit der Übernahme freuen wir uns über 35 Einstellungen, davon sind etwa ein Drittel Rückkehrer und ein Drittel Mitarbeiter aus dem Luisenkrankenhaus in Lindenfels. Es geht bergauf an der Bergstraße.“