Museum plant Wiedereröffnung am 14. Mai

Werk von Arthur Metz

Das Bensheimer Museum plant seine Wiedereröffnung mit einer Dauerausstellung zur Stadtgeschichte und einem Alternativprogramm für Forum und Kabinett ab 14. Mai. Die allgemeinen Hygienevorschriften werden konsequent umgesetzt: Besucher sollen zum Beispiel Mundschutz tragen, maximal zehn Gäste dürfen zeitgleich im Museum sein. Details zu den Schutz- und Hygienemaßnahmen: www.stadtkultur-bensheim.de/museum. Die Museumspädagogik wird bis vorerst bis 31. August nicht angeboten, das Jahresprogramm ist bis zu diesem Tag abgesagt.

Dafür werden das Forum und der Sonderausstellungsraum Galerien für Verkaufsausstellungen zur Verfügung gestellt. Dem Angebot zur Ausstellungsreihe „Courtesy…“ folgten die Galerie Thomas Fuchs in Stuttgart, die Galerie Kleindienst in Leipzig, die Galerie Kornfeld in Berlin und die Frankfurter Galerie Anita Beckers. Außerdem bereichert das Kölner Auktionshaus VAN HAM dieses besondere Alternativprogramm. Die Ausstellungen finden ohne Vernissagen statt, das Konzept soll ein Beitrag zur Unterstützung von Galerien und freischaffenden Künstlern sein.

Vom 14. Mai bis 14. Juni zeigt die Galerie Thomas Fuchs, Stuttgart, im Museumsforum Günter Zachariasen. Der 1937 auf Sylt geborene Künstler wuchs in naturbelassener Landschaft auf. 1975 verließ er die Insel und erwarb auf dem nordfriesischen Festland einen alten Hof mit Garten, der ihm seitdem als Ort der Einkehr dient. Inspiration für seine Werke findet der Künstler in der dort intensiv erlebten, unberührten Natur. Genau diese Ruhe ist auch in seinen aktuellen Werken erkennbar: Entgegen jeglicher Sehgewohnheiten fehlen feste Formen und dennoch, oder gerade deswegen, üben sie eine besondere Anziehung aus.

Im Kabinett werden Werke von Arthur Metz ausgestellt: Der 1988 in Lyon geborene Künstler studiert bei Prof. Güdemann Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Seine Ausstellungen im In- und Ausland finden großen Anklang. Im Museum Bensheim präsentiert Metz eine Auswahl seiner letzten Arbeiten auf Papier und Leinwand. Der junge Künstler setzt sich derzeit mit vielen aktuellen Themen auseinander, wie dem zunehmenden Verlust an Spiritualität, dem Phänomen des „15-Minuten im Rampenlicht“ durch entsprechende TV Formate, zügelloses unterhalten werden und feiern. Die Figuren in seinen Bildern, die Metz als „Menschen, die an keinen Gott glauben“ bezeichnet, finden sich jedoch häufig verzweifelt und zwischen gegenteiligen Imperativen hin- und hergerissen wieder. Andererseits vermag es Metz auch vor diesem Hintergrund, die Schönheit der Welt und zwischenmenschlicher Gefühle zu sehen und diese in farbstarken, zeitgemäßen Aquarellen und in Acrylgemälden auszudrücken.