Sicherheitskonzept für den Bahnhof Bensheim

Maßnahmen sollen Sicherheitsgefühl stärken und Vandalismus verhindern

Auch wenn die Kriminalstatistik belegt, dass Reisende und Pendler am Bensheimer Bahnhof sich sicher fühlen können, empfinden einige Menschen dort Unbehagen. Der Magistrat hat deshalb in Abstimmung mit Polizei und Bundespolizei ein Konzept für mehr Sicherheit am Bahnhof Bensheim erstellt, über das die städtischen Gremien in den kommenden Sitzungen entscheiden werden. Die Maßnahmen, die das Konzept vorsieht, sollen das Sicherheitsgefühl der Bürger am Bahnhof verbessern und Vandalismus vorbeugen. Ordnungsdezernent Adil Oyan: „Zahlreiche Berufspendler, Schüler und andere Reisende nutzen täglich den Bahnhof. Wir möchten, dass sie sich bei ihrer Ankunft in Bensheim willkommen und sicher fühlen und ich bin davon überzeugt, dass dies mit dem erarbeiteten Maßnahmenpaket gelingen wird.“ Bürgermeister Rolf Richter betont, dass man mit dem Konzept das subjektive Sicherheitsempfinden der Menschen erhöhen will. „Man kann sich am Bahnhof sicher fühlen. Wir wollen, dass man dieses Gefühl von Sicherheit auch sieht und spürt.“

Videoüberwachung und Beleuchtung

Ein Thema im Sicherheitskonzept ist die Videoüberwachung. Derzeit wird der Bensheimer Bahnhof bereits mit fünf Kameras überwacht, die alle Zugänge abdecken. Eine Ausweitung des überwachten Bereichs wird geprüft.

Verknüpft mit der Videoüberwachung ist die Beleuchtung am Bahnhof: Um besser verwertbare Bilder zu ermöglichen, aber auch, um das subjektive Sicherheitsempfinden der Passanten und Reisenden zu verbessern, sollen in Abstimmung mit der GGEW andere Leuchtkörper eingesetzt werden.

Zusammenarbeit der Ordnungskräfte

Eine wichtige Maßnahme ist die stärkere Präsenz von Ordnungskräften. Bahn, Bundespolizei, Landespolizei und Stadt Bensheim arbeiten als Partner zusammen, um Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit an den Bahnhöfen Bensheim und Bensheim-Auerbach zu erhöhen. Auf Basis dieser Zusammenarbeit kann die Stadt zum Beispiel auf dem Bahngelände das Hausrecht ausüben. Unter Federführung der Stadt wollen die Partner auch künftig gemeinsame Aktionen abstimmen und durchführen. Außerdem wird die Stadt auf der Grundlage bereits beschlossener zusätzlicher Mittel die Kontrollen durch die Stadtpolizei verstärken. Mit eigenen Räumlichkeiten am Bahnhof sollen die Mitarbeiter in der Lage sein, schneller als bisher Überprüfungen vornehmen zu können.

Alternative Aufenthaltsorte

Eine Reihe von Klagen bezieht sich auf die Gruppen, die sich häufig an der Fußgängerunterführung Süd sowie am Eingang zur Tiefgarage beziehungsweise nahe der Toilettenanlage aufhalten. Laut Konzept des Magistrats soll deshalb in einiger Entfernung zur Unterführung – im nordwestlichen Bereich des Netto-Parkplatzes – eine überdachte Aufenthaltsmöglichkeit für diese Personen errichtet werden. Fußgänger und Radfahrer können dann die Unterführung ungestört passieren. Die Stadt sucht bei der Umgestaltung der Bereiche die Zusammenarbeit mit Streetworkerin Kathrin Kalbhenn und den Betroffenen, damit der neue Rückzugsort auch angenommen wird.