Staatskanzlei würdigt 30 Integrationslotsen

Nataliya Polishchuk war eine der ersten in Bensheim ausgebildeten Integrationslotsen

Im Rahmen eines kleinen Festaktes mit buntem Kulturprogramm wurden kürzlich in der Wiesbadener Staatskanzlei 30 ehrenamtlich tätige Integrationslotsen für ihr gesellschaftliches Bürgerengagement gewürdigt. Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, und der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel, würdigten die ehrenamtliche Arbeit der Integrationslotsen und sprachen von einem persönlichen Beitrag zum sozialen Leben, der zu einem friedlichen und von Respekt geprägten Miteinander beitrage.

Mit Nataliya Polishchuk aus Mörlenbach war unter den Geehrten auch eine Bergsträßer Integrationslotsin, die 2009/2010 zu der ersten Gruppe gehörte, die in Bensheim eine Integrationslotsenausbildung absolviert hat. Bis heute leistet sie einen wertvollen Beitrag beim Aufbau von Strukturen in der Integrationsarbeit. Aktuell ist sie an der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim mittwochs von 9 bis 11.30 Uhr als Integrationslotsin tätig.

Nataliya Polishchuk hat schon verschiedene Einsatzstellen aufgebaut bzw. mit aufgebaut, hat neue Integrationslotsen eingearbeitet, hat Praktika begleitet und ist im Gespräch mit den jeweiligen Institutionen, in denen sie tätig ist, um auch an den Strukturen zu arbeiten. Dabei hat sie sich auch persönlich weiterentwickelt und die Gruppe bei Fortbildungen durch ihre Beiträge weitergebracht. Sie ist fest in Deutschland verwurzelt, hat einen guten Blick auf die Menschen und sorgt für Ausgleich in schwierigen Situationen.

Als gebürtige Ukrainerin, die in Russland studiert und in Afghanistan gelebt und dort geheiratet hat, verfügt sie über umfangreiche Sprachkenntnisse, die für ihre Tätigkeit als Lotsin sehr wertvoll sind. Ihr Ehemann, Rohullah Akbar, ist ebenfalls Integrationslotse bei der Stadt Bensheim. Bei Herausforderungen weiß sie das Netzwerk zu nutzen und sich entsprechende Unterstützung zu holen. Dabei hat sie alle Menschen und deren Bedürfnisse im Blick. So hat sie beispielsweise den polnischen Frauentreff initiiert und damit diesem Personenkreis ermöglicht, sich in der Muttersprache auszutauschen.