Vandalismus im Weiherhausstadion: Verwaltung sieht sich zur Schließung gezwungen

Nach immer neuen Vandalismusschäden im Weiherhausstadion sieht sich die Stadt gezwungen, die Sportanlage – zunächst befristet – bis 15. März vollständig zu schließen. Bis mindestens zu diesem Datum ist im Weiherhausstadion Corona-bedingt ohnehin nur Individualsport erlaubt. Mit der Schließung sollen weitere Sachschäden verhindert werden. Bereits im November 2020 hatte der Magistrat beschlossen, die Sportanlage über Nacht zu schließen.

Mittlerweile ist das Gelände aber auch tagsüber Treffpunkt für Feiernde geworden. Die Hinterlassenschaften wie Glasmüll oder andere Gegenstände gefährden Sporttreibende, darunter SchülerInnen und Kindergartenkinder, die am nächsten Morgen die Sportanlagen nutzen.

Auch die Liste der Zerstörungen wird immer länger. Hier ein Auszug aus den vergangenen sechs Monaten: Zerstörung eines Holzzauns um eine Rasenfläche, Einbruch in die Sprecherkabine des Hauptrasens, Beschädigung der Kunstrasenflächen durch Einweggrills und Bengalos, Zerstörung von Urinalen im Herren-WC des neuen Sportfunktionsgebäudes, Zündeln in der Toilettenanlage, Glasscheiben des Werkstatttors wurden zertreten und die Fassade mit Steinwürfen beschädigt. Nach jedem Wochenende müssen die vor Ort tätigen städtischen Mitarbeiter Glasscherben und anderen Müll aufsammeln. Sprechen die Mitarbeiter die ungebetenen Gäste an, folgen oft verbale Drohungen. Auch die Polizei musste schon gerufen werden.

„Die Schließung stellt ohne Zweifel eine Beeinträchtigung aller Nutzer dar, die das Stadion sachgemäß in Anspruch nehmen. Aufgrund der vorgenannten Gründe und der massiven Schäden an Einrichtungen der Stadt Bensheim kann jedoch von einer vollständigen, zeitlichen begrenzten Schließung nicht mehr abgesehen werden“, heißt es dazu aus dem Rathaus, wo diese Entwicklung sehr bedauert wird.

Weiterhin geöffnet bleibt das Stadion für den angemeldeten Schulsport, der Nutzung von Kindergärten sowie angemeldeten Sondernutzungen (z. B. Leistungstests des Spitzen- und Profisports). Sollte ab Mitte März Mannschaftssport wieder möglich sein, käme es durch die Belebung zumindest tagsüber auch wieder zu einer „sozialen Kontrolle“ der ungebetenen Gäste.