Zuhause nicht sicher?

Zuhause nicht sicher?

Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey startete vergangene Woche die bundesweite Aktion „Zuhause nicht sicher?“ gemeinsam mit Deutschlands großen Einzelhandelsketten zum Thema häusliche Gewalt.
Das eigene Zuhause ist in der Corona-Krise nicht für alle ein sicherer Ort. Kontaktbeschränkungen und Existenzängste belasten Familien und Partnerschaften – in dieser Ausnahmesituation können Konflikte und häusliche Gewalt zunehmen. Zugleich wird es für Betroffene schwieriger, sich zu informieren, wo es Hilfe gibt und diese Unterstützung auch in Anspruch zu nehmen. Auch Familien, Freunde oder Nachbarn sind in dieser herausfordernden Zeit unsicher, an wen sie sich wenden können. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene und ihr Umfeld gerade jetzt auf alternativen Wegen außerhalb der eigenen vier Wände erreicht werden und aufgezeigt bekommen, wo sie Hilfsangebote finden und was sie gegen Gewaltsituationen tun können.
Aus diesem Grund startete Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey die bundesweite Aktion „Zuhause nicht sicher?“: Gemeinsam mit Deutschlands großen Einzelhandelsketten Aldi Nord und Aldi Süd, Edeka, Lidl, Netto Marken-Discount, Penny, Real und Rewe will die Initiative „Stärker als Gewalt“ des Bundesfrauenministeriums Menschen unterstützen, die in der aktuellen Corona-Situation von häuslicher Gewalt betroffen sind oder die Betroffenen helfen wollen. Bundesweit werden in etwa 26.000 Supermärkten Plakate im Kassenbereich, an den Ein- und Ausgängen und an den Schwarzen Brettern aufgehängt, die über die Initiative und Hilfsangebote informieren. Auch auf der Rückseite vieler Kassenzettel finden sich Informationen über „Stärker als Gewalt“.
Große Einkaufsmärkte werden direkt vom Bundesministerium informiert und mit den Materialien versorgt. Geschäfte in der Region, die sich an dieser Initiative beteiligen möchten, können sich Material auf der Internetseite https://staerker-als-gewalt.de/ herunterladen oder bei den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Bergstraße sowie bei den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten vor Ort anfordern.
Wie wichtig die Unterstützung durch Öffentlichkeitsarbeit ist zeigt die Statistik. Demnach ist jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal im Laufe ihres Lebens von Gewalt betroffen. Darum will die Initiative „Stärker als Gewalt“ erreichen, dass sich die ganze Gesellschaft gegen Gewalt an Frauen wehrt.

Das Frauenbüro ist für Infos zur Aktion unter der Telefonnummer Tel. 06251/856003 oder per E-Mail frauenbuero(at)bensheim.de erreichbar.
Durchgängig erreichbar: Notrufnummern bei Konflikten zu Hause

Zu Hause eskalieren die Konflikte? Sie sind von häuslicher Gewalt betroffen? Sie fragen sich, wie Sie Betroffenen helfen können? Unter folgenden Notrufnummern finden Betroffene häuslicher Gewalt und ihr Umfeld kostenlos und anonym Hilfe und Beratung.
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
08000 116 016
www.hilfetelefon.de

Hilfetelefon Schwangere in Not
0800 40 40 020
www.geburt-vertraulich.de

Elterntelefon
0800 111 0550

Kinder- und Jugendtelefon
116 111

www.nummergegenkummer.de