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Edith Erbrich - Von Frankfurt nach Theresienstadt

Diese Veranstaltung ist bereits abgelaufen!

Wann: 13.11.2017, 19:30 Uhr
Wo: Museum Bensheim, Marktplatz 13, Bensheim
Veranstalter: Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger e.V.
Kategorien: Kultur, Freizeit, Lesung / Vortrag

Edith Erbrich wurde 1937 als damals sogenanntes Mischlingskind im Frankfurter Ostend geboren. Sie hatte einen jüdischen Vater und eine christliche Mutter. Deshalb musste sie in der ns Zeit einen Davidstern tragen. Sie durfte keine Schule besuchen. Am 14. Februar 1945, sechs Wochen bevor die Amerikaner in Frankfurt/Main einrückten, wurde sie in das KZ Theresienstadt transportiert. Theresienstadt war so etwas wie eine Wartehalle des Todes. 44 000 Menschen kamen von dort in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Dieser Weg war auch für Edith Erbrich vorgesehen. Sie sollte nach den Unterlagen am 9. Mai 1945 vom KZ Theresienstadt ins Todeslager Auschwitz-Birkenau zur Vergasung gebracht werden. Aber am 8. Mai 1945 wurde sie von der Roten Armee in Theresienstadt befreit.

In dem Buch von Holle wird ihre Biografie erzählt. Es war das Jahr 2012, in dem sie zum ersten Mal nach Auschwitz reiste – zu dem Ort, an dem sie ermordet werden sollte. In einem Zeitungsartikel erklärte sie: “lange habe ich mit mir gerungen, den Ort anzusehen, an dem ich vergast werden sollte.“ Sie hat sich der Aufgabe verschrieben, möglichst vielen Jugendlichen über ihre Zeit im Nazi-Deutschland zu berichten. Peter E. Kalb vom Vorstand der Geschichtswerkstatt Jakob Kinder e.V.: „Wir freuen uns sehr darüber, dass es gelungen ist, eine Überlebende des Holocaust als Zeitzeugin  für diesen  Vortrag zu gewinnen.“

Der Eintritt ist kostenlos, Spenden sind sehr willkommen.

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