Überblick Bensheim

Erforderliche Unterlagen

Die nachstehende Liste informiert Sie darüber, welche Dokumente im Regelfall für die Anmeldung einer Eheschließung bzw. die Begründung einer Lebenspartnerschaft erforderlich sind. An dieser Stelle können wir nicht abschließend auf jeden Einzelfall mit seinen Besonderheiten eingehen. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich ergänzend mit uns in Verbindung setzen, um Detailfragen zu klären. Bei Personen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, sind Besonderheiten des internationalen Privatrechtes und des jeweiligen ausländischen Familienrechtes zu beachten. Hier ist ein persönliches Vorgespräch besonders wichtig.  Gerne erstellen wir für Sie bei einem Besuch im Standesamt eine individuelle Auflistung aller erforderlichen Unterlagen.

UnterlagenZu erhalten bei

Nachweis der Identität

 

deutsche Staatsangehörige, Angehörige de EU, EWR, Schweiz:

Personalausweis/Reisepass
Bürgerservice/Passbehörde/ Konsulat

Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit (nicht: EU, EWR oder Schweiz):

Reisepass
Bürgerservice/Passbehörde/ Konuslat

Abstammung & Wohnsitz

 

Beglaubigte Abschrift bzw. beglaubigter Registerausdruck aus dem Geburtsregister (inhaltlich aktuell)Standesamt am Ort der Geburt
Aufenthaltsbescheinigung vom HauptwohnsitzBürgerservice/Meldebehörde des Wohnortes

Personen unter 18 Jahren

 

Eheschließung:

Beschluss des Familiengerichts über die Befreiung vom Erfordernis der Ehemündigkeit

Amtsgericht/Familiengericht, zuständig für den Wohnort der/des Minderjährigen

Lebenspartnerschaft:

Eine Lebenspartnerschaft kann erst ab Vollendung des 18. Lebensjahres begründet werden

Vorehe(n)

 

Beglaubigte Abschrift des Eheregisters mit AuflösungsvermerkStandesamt am Ort der Eheschließung
Alternativ: Eheurkunde mit AuflösungsvermerkStandesamt am Ort der Eheschließung

Auflösung durch gerichtliche Entscheidung (z.B. Scheidung/Aufhebung):

Ausfertigung des gerichtlichen Urteils bzw. des gerichtlichen Beschlusses; mit Vermerk über die Rechtskraft
Amtsgericht/Familiengericht, ggf. ausländisches Gericht bei dem die Scheidung ausgesprochen wurde

Bei Scheidung/Aufhebung der Ehe im Ausland zusätzlich:

Anerkennungsurkunde der Landesjustizbehörde (nicht in jedem Fall erforderlich, hier sind Besonderheiten zu beachten)
Oberlandesgericht; ggf. ist ein Anerkennungsverfahren durch das Standesamt zu betreiben
Scheidungsurkunde (verschiedene Staaten stellen neben dem Scheidungsurteil zusätzlich eine Scheidungsurkunde aus - hier sind weitere Besonderheiten zu beachten)Ausländisches Standesamt/ Notariat

Auflösung durch Tod:

Sterbeurkunde des verstorbenen Ehegatten
Standesamt am Ort des Sterbefalls

Frühere Lebenspartnerschaft(en)

 

Beglaubigte Abschrift des Lebenspartnerschaftsregisters mit AuflösungsvermerkStandesamt am Ort der Begründung der Lebenspartnerschaft
Alternativ: Lebenspartnerschaftsurkunde mit AuflösungsvermerkStandesamt am Ort der Begründung der Lebenspartnerschaft
Gerichtlicher Beschluss über die Aufhebung der Lebenspartnerschaft mit Vermerk über die Rechtskraft

Amtsgericht/Familiengericht, bei dem die Aufhebung ausgesprochen wurde

Kinder

 

(Gemeinsame Kinder/minderjährige Kinder einer verwitweten Person):

Geburtsurkunde (mit Angaben zum Vater)
Standesamt am Ort der Geburt
Urkunde über die Anerkennung der Vaterschaft (nur erforderlich, wenn der Vater nicht in der Geburtsurkunde eines gemeinsamen Kindes aufgeführt ist)Jugendamt oder Standesamt, bei dem die Anerkennung beurkundet wurde

Ausländische Staatsangehörige

 

Zusätzlich erforderlich
Eheschließung:

Ehefähigkeitszeugnis* oder Ledigkeits- bzw. Familienstandsbescheinigung

Zuständige Heimatbehörde, Konsulat des Heimatstaates

Lebenspartnerschaft:

Ledigkeits- bzw. Familienstandsbescheinigung
Zuständige Heimatbehörde, Konsulat des Heimatstaates

Ausländische Dokumente

 

Fremdsprachige Dokumente müssen in die deutsche Sprache übersetzt werden. Übersetzungen sollen durch eine/n allgemein ermächtigte/n Übersetzer/in erstellt werden. Die allgemeine Ermächtigung erfolgt durch ein deutsches Gericht.Übersetzungsdienst
Viele Staaten stellen mehrsprachige Urkunden aus, in denen der Inhalt auch in deutscher Sprache dargestellt ist. Eine ergänzende Übersetzung ist dann nicht erforderlich.Standesamt/Registerbehörde
Dokumente aus verschiedenen Staaten bedürfen der Anbringung einer Apostille oder einer Legalisation. In besonderen Fällen ist eine inhaltliche und formelle Überprüfung des Dokuments durch einen Vertrauensanwalt vor Ort erforderlich.

Apostille:
durch eine übergeordnete Dienststelle der Behörde, die das Dokument ausgestellt hat

Legalisation:
durch die deutsche Auslandsvertretung in dem Staat, in dem das Dokument ausgestellt worden ist

Überprüfung vor Ort:
Veranlassung durch das deutsche Standesamt

Kontakt

Standesamt/Team Personenstandswesen
Kirchbergstraße 18
64625 Bensheim

Telefon: 06251 14-195 Telefon: 06251 14-196 Telefon: 06251 14-199 Telefax: 06251 14-101

E-Mail schreiben

Öffnungszeiten:

Montag
8.00 - 12.00 Uhr,
14.00 - 15.30 Uhr
Dienstag
8.00 - 12.00 Uhr,
14.00 - 17.30 Uhr
Mittwoch
8.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag
8.00 - 12.00 Uhr,
14.00 bis 15.30 Uhr
Freitag
8.00 - 12.00 Uhr

*
Möchte eine Person ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Deutschland heiraten, muss sie ein Ehefähigkeitszeugnis ihres Heimatstaates vorlegen. Mit diesem Dokument kann sie dokumentieren, dass sie nicht verheiratet ist. Weiterhin bestätigt der  Heimatstaat, dass der beabsichtigten Eheschließung mit einer ganz bestimmten Person (Partnerin bzw. Partner ist genau zu benennen) keine rechtlichen Hindernisse entgegenstehen. Für dieses Verfahren müssen beide Personen Dokumente zu ihrer Identität und zur Abstammung vorlegen. Welche Urkunden konkret vorzulegen sind, ist  mit der zuständigen ausländischen Behörde zu klären.

Nicht jeder Staat stellt ein Ehefähigkeitszeugnis aus. Kann ein solches Dokument nachweislich nicht beschafft werden,  ist ein förmliches Befreiungsverfahren beim  Oberlandesgericht zu betreiben. Dieses Verfahren ist erforderlich, damit der Standesbeamte die Ehe auch ohne das Ehefähigkeitszeugnis schließen darf. Der Antrag wird vom Standesamt aufgenommen und direkt an das Oberlandesgericht geleitet. In diesen Fällen ist eine Ledigkeits- bzw. eine Familienstandsbescheinigung aus dem Heimatstaat dem Standesamt vorzulegen.