Karl Kübel Preis 2019 geht an Königin Silvia von Schweden

Die gebürtige Heidelbergerin setzt sich in vorbildlicher Weise für Kinder und deren Rechte ein. Die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie verleiht in diesem Jahr den Karl Kübel Preis an Königin Silvia von Schweden. Die gebürtige Heidelbergerin wird den mit 25.000 Euro dotierten Preis für ihr herausragendes Engagement zum Schutz von Kindern erhalten. Das Preisgeld kommt ihrer Stiftung „World Childhood Foundation“ zugute. Die Karl Kübel Stiftung, die weltweit Kinder und Eltern fördert, um ihnen eine gerechte Chance auf Bildung und auf ein Leben in Würde und Freiheit zu ermöglichen, verleiht den Preis am 6. September 2019 in Bensheim.
Der renommierte Karl Kübel Preis hat bereits Tradition und wird in diesem Jahr zum 20. Mal vergeben. 15 Mal konnten sich vorbildliche Projekte über eine Auszeichnung freuen. Seit 2015 vergibt die Stiftung aus dem südhessischen Bensheim den Preis an prominente Persönlichkeiten für ihr überdurchschnittlich hohes Engagement für Kinder und Familien.Der Tag der Preisverleihung ist gleichzeitig der 110. Geburtstag des Stifters Karl Kübel (1909-2006). Ihm lag wie Königin Silvia heute am Herzen, dass Kinder gut und beschützt aufwachsen können, fern von Vernachlässigung und Gewalt. „Wir freuen uns sehr, dass Ihre Majestät an diesem, für uns besonderen Tag den Preis entgegennehmen kann“, sagt Daniela Kobelt Neuhaus vom Vorstand der Karl Kübel Stiftung.„Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden engagiert sich in außergewöhnlicher Weise seit vielen Jahren weltweit für Kinder. Mit ihrer World Childhood Foundation kämpft sie gegen Ausbeutung und Vernachlässigung von Kindern, gegen Misshandlung und Missbrauch sowie für bessere Lebensbedingungen für Mädchen und Jungen“, begründet Kobelt Neuhaus die Entscheidung der Stiftung. „Das ergänzt sich hervorragend mit der Arbeit unserer Stiftung. Viele unserer Projekte in Entwicklungsländern gehen gegen Ausbeutung, Gewalt und Miss-brauch von Kindern vor, um ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Auch in Deutschland arbeiten wir präventiv auf diesem Gebiet, indem wir niedrigschwellige Angebote für Familien entwickeln und diese mit Kooperationspartnern umsetzen. So engagiert sich die Stiftung im Bereich der Frühen Hilfen durch die Qualifizierung von Familienhebammen, die Eltern beraten und mögliche Risiken frühzeitig wahrnehmen und reduzieren.“Königin Silvia setzt mit ihrer 1999 gegründeten Stiftung ebenfalls auf präventive Maßnahmen und Aufklärung der Gesellschaft, um Missbrauch und Ausbeutung von Kindern zu verringern. Childhood macht sich dafür stark, durch Missbrauch gefährdeten Kindern die Möglichkeit zu geben, zu selbstsicheren und verantwortungsvollen Menschen heranzuwachsen„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung. Der Karl Kübel Preis ist eine schöne Anerkennung für alle Mitarbeitenden meiner Stiftung. Die Würdigung unter-streicht, wie wichtig es ist, sich für Kinder, die Gewalt und Missbrauch erlebt haben, einzusetzen und beharrlich dafür weiterzukämpfen, dass diesen Kindern geholfen wird“, sagt Königin Silvia.Aktuell setzt ihre Stiftung in Deutschland ein Projekt um, das Kindern mit Gewalt- und Missbrauchserfahrung das Verarbeiten des Erlebten erleichtern soll. In Childhood Häusern wird eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, wo die Kinder interdisziplinär versorgt werden und die Möglichkeit haben, eine vor Gericht verwertbare Aussage in einem geschützten Raum mit speziell geschultem Fachpersonal zu machen. Die bisher häufig vorkommenden mehrfachen Befragungen durch Personen verschiedener Einrichtungen entfallen somit. Diese neuen Schutzräume helfen Kindern, die Traumatisierung durch wiederholtes Erzählen nicht immer wieder erleben zu müssen.Das entspricht ganz dem Arbeitsansatz der Karl Kübel Stiftung und ihres Stifters, dessen Auftrag lautete, möglichst viele Professionen zu Kinder- und Familienthemen zu vernetzen und an einen Tisch zu holen.