Weinlagenwanderung als Werbung für die Bergstraße

Vom Weinbauverband Hessische Bergstraße: Otto Guthier, Christa Guth, Johannes Bürkle und Helmut Antes (von links)

Bensheim, Heppenheim, Zwingenberg. Die Weinlagenwanderung war immer als Veranstaltung für die ganze Familie und für alle Altersgruppen gedacht: „Wir wollen an dem Tag für die Bergstraße, für die Bergsträßer Winzer und einfach für eine tolle Region werben“, betonen die Verantwortlichen des Weinbauverbands.

Dass die Weinlagenwanderung zu einem etablierten Treffpunkt für Jung und Alt und zu einem großen Besuchermagnet geworden ist, darüber freuen sich die Veranstalter. Allerdings hatten insbesondere im vergangenen Jahr am 1. Mai einige Besucher die Grundregeln eines geordneten und friedlichen Miteinanders offensichtlich nicht mehr auf dem Schirm: In den Weinbergen und Privatgärten an der Strecke wurde jede Menge Müll zurückgelassen, bevorzugt direkt neben den bereit gestellten Müllbehältern. Wurden die Müllbehälter genutzt, lagen diese wenig später oft umgeworfen auf den Wegen. Durch offensichtlich deutlich zu viel Alkoholkonsum kam es schon früh am Tag zu aggressivem Verhalten bei manchen Besuchern.

„Die überwiegende Mehrheit der Besucher verhält sich genauso, wie man es sich wünscht, aber leider steigt die Zahl derer, die den anderen offensichtlich einen unbeschwerten Feiertag kaputt machen wollen“, betont der Weinbauverband.

Um einen geregelten Ablauf sicherzustellen, haben sich der Weinbauverband als Ausrichter, der Kreis Bergstraße, die Städte Bensheim, Heppenheim sowie Zwingenberg, KMB und Polizei bereits wenige Tage nach der Weinlagenwanderung 2017 zusammen gesetzt und in den vergangenen Monaten an einem neuen Konzept gearbeitet: Damit man eine entsprechende rechtliche Handhabe hat, wird das Gebiet der Weinlagenwanderung zum Festgebiet erklärt. In diesem Jahr wird es verstärkt Kontrollen nach mitgebrachtem Alkohol geben. Der Einsatz eines Sicherheitsdienstes wird hierzu ausgeweitet und die Kontrollen engmaschiger vorgenommen. Die Einführung eines Pfandsystems soll der Vermüllung ebenso entgegenwirken wie die deutliche Erhöhung der Anzahl an Müllbehältern. Ebenso werden zusätzliche Toilettenanlagen aufgestellt. Verabschiedet wurde zudem ein detailliert ausgearbeitetes Sicherheitskonzept unter Einbeziehung aller Beteiligten: Weinbauverband, Kreis Bergstraße, die Städte Bensheim, Heppenheim und Zwingenberg, Polizei, Sicherheitsdienst, Sanitätsdienst und Feuerwehr.

 „Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr gemeinsam mit allen Besuchern eine schöne Weinlagenwanderung erleben können“, betont Landrat und Schirmherr Christian Engelhardt. „Für die Bergstraße und insbesondere die Städte Bensheim, Heppenheim und Zwingenberg ist die Weinlagenwanderung eine tolle Werbung und wir wünschen uns, dass das auch in Zukunft so bleibt“, sagen die Bürgermeister Rolf Richter (Bensheim), Rainer Burelbach (Heppenheim) und Dr. Holger Habich (Zwingenberg).

Der Weinbauverband dankt insbesondere dem Kreis Bergstraße, den Städten Bensheim, Heppenheim und Zwingenberg sowie dem KMB, der Polizei, Feuerwehr und dem DRK für die Unterstützung.